Monat: Oktober 2018

Nach Neun Jahren: Kepler-Weltraumteleskop stellt arbeit ein

Nach Neun Jahren: Kepler-Weltraumteleskop stellt arbeit ein

Nach nun mehr als neun Jahren ununterbrochener beobachtung zieht die Nasa das Kepler-Weltraumteleskop zurück. Wie die NASA am 30. Otober bekannt gab, hat das Teleskop keinen Treibstoff mehr um weitere Operationen auszuführen. In diesen Neun jahren entdeckte das Teleskop mehr als 2.600 Exoplaneten.

Nach neun Jahren im Weltraum, in denen Daten gesammelt wurden, die darauf hinweisen, dass unser Himmel mit Milliarden versteckter Planeten gefüllt ist – sogar mehr Planeten als Sterne – hat das Kepler-Weltraumteleskop der NASA keinen Treibstoff mehr für weitere wissenschaftliche Operationen zur Verfügung. Die NASA hat beschlossen, das Raumfahrzeug in seiner derzeitigen sicheren Umlaufbahn von der Erde zurückzuziehen. Kepler hinterlässt ein Erbe von mehr als 2.600 Planetenentdeckungen von außerhalb unseres Sonnensystems, von denen viele vielversprechende Orte für das Leben sein könnten.

„Als erste planetarische Mission der NASA hat Kepler alle unsere Erwartungen übertroffen und den Weg für unsere Erkundung und Suche nach Leben im Sonnensystem, und darüber hinaus geebnet“, sagte Thomas Zurbuchen, stellvertretender Leiter des NASA-Direktorats für Wissenschaftsmission in Washington. „Sie hat uns nicht nur gezeigt, wie viele Planeten da draußen sein könnten, sie hat auch ein völlig neues und robustes Forschungsgebiet entfacht, das die Wissenschaft im Sturm erobert hat. Ihre Entdeckungen haben unser Universum neu beleuchtet und enthüllen die verlockenden Geheimnisse und Möglichkeiten unter den Sternen. „

Kepler hat unsere Augen für die Vielfalt der Planeten in unserer Galaxie geöffnet. Die neueste Analyse von Keplers Entdeckungen kommt zu dem Schluss, dass 20 bis 50 Prozent der am Nachthimmel sichtbaren Sterne wahrscheinlich kleine, möglicherweise felsige Planeten haben, die der Größe der Erde ähnlich sind und sich innerhalb der bewohnbaren Zone ihrer Elternsterne befinden. Das bedeutet, dass sie sich in Entfernung von ihren Elternsterne befinden, wo sich flüssiges Wasser – eine lebenswichtige Zutat für das Leben, wie wir es kennen – auf der Planetenoberfläche sammeln könnte.

Die am häufigsten vorkommende Größe des Planeten Kepler existiert nicht in unserem Sonnensystem – einer Welt zwischen der Größe von Erde und Neptun – und wir müssen viel über diese Planeten lernen. Kepler fand auch heraus, dass die Natur oft komprimierte Planetensysteme produziert, in einigen Fällen mit so vielen Planeten, die nahe bei ihren Stammstars umkreisen, dass unser eigenes inneres Sonnensystem im Vergleich dazu spärlich aussieht.

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Credits: NASA/Ames/Wendy Stenzel


„Als wir vor 35 Jahren damit begannen, diese Mission zu planen, wussten wir nicht von einem einzigen Planeten außerhalb unseres Sonnensystems“, sagte William Borucki, der Gründer der Kepler Mission, jetzt aus dem Ames Research Center der NASA im kalifornischen Silicon Valley. „Jetzt wo wir wissen, dass Planeten überall sind, hat Kepler uns auf einen neuen Kurs gesetzt, der vielversprechend für zukünftige Generationen ist, unsere Galaxie zu erforschen.“

Das Kepler-Weltraumteleskop wurde am 6. März 2009 gestartet und kombinierte modernste Techniken zur Messung der Sternenhelligkeit mit der damals größten für Weltraumbeobachtungen ausgerüsteten Digitalkamera. Ursprünglich positioniert, um kontinuierlich 150.000 Sterne in einem Sternenfleck des Himmels im Sternbild Cygnus zu beobachten, nahm Kepler die erste Vermessung von Planeten in unserer Galaxie vor und wurde zur ersten Mission der Agencie, um erdgroße Planeten in ihren bewohnbaren Zonen um ihre Sterne zu entdecken.
„Die Kepler-Mission basierte auf einem sehr innovativen Design. Es war ein äußerst cleverer Ansatz für diese Art von Wissenschaft“, sagte Leslie Livesay, Direktorin für Astronomie und Physik am Jet Propulsion Laboratory der NASA, die als Kepler-Projektleiter während der Missionsentwicklung tätig war . „Es gab definitiv Herausforderungen, aber Kepler hatte ein extrem talentiertes Team von Wissenschaftlern und Ingenieuren, die sie überwanden.“

Vier Jahre nach dem Erreichen der primären Missionsziele stoppten mechanische Ausfälle vorübergehend die Beobachtungen. Das Missionsteam war in der Lage, eine Lösung zu finden, indem das Sichtfeld des Raumschiffs ungefähr alle drei Monate gewechselt wurde. Dies ermöglichte eine erweiterte Mission für das Raumschiff, genannt K2, die so lange wie die erste Mission dauerte und Keplers Anzahl der vermessenen Sterne auf mehr als 500.000 vergrößerte.

Die Beobachtung so vieler Sterne hat es den Wissenschaftlern ermöglicht, stellares Verhalten und Eigenschaften besser zu verstehen. Dies ist eine wichtige Information bei der Untersuchung der Planeten, die sie umkreisen. Neue Forschungen zu Sternen mit Kepler-Daten fördern auch andere Bereiche der Astronomie, wie die Geschichte unserer Milchstraße und die Anfangsstadien von explodierenden Sternen, die Supernova genannt werden, die verwendet werden, um zu untersuchen, wie schnell das Universum expandiert. Die Daten der erweiterten Mission wurden auch der Öffentlichkeit und der Wissenschaft sofort zur Verfügung gestellt, so dass Entdeckungen in einem unglaublichen Tempo gemacht werden konnten und eine hohe Messlatte für andere Missionen gesetzt wurde. Von Wissenschaftlern wird erwartet, dass sie ein Jahrzehnt oder mehr auf der Suche nach neuen Entdeckungen in der Fundgrube von Daten verbringen, die Kepler zur Verfügung gestellt hat.

„Wir wissen, dass der Rückzug des Raumschiffs nicht das Ende von Keplers Entdeckungen ist“, sagte Jessie Dotson, Keplers Projektwissenschaftlerin am Ames Research Center der NASA im kalifornischen Silicon Valley. „Ich bin begeistert von den vielfältigen Entdeckungen, die noch aus unseren Daten kommen werden und wie zukünftige Missionen auf Keplers Ergebnissen aufbauen werden.“

Vor dem Ausscheiden des Raumschiffs schoben die Wissenschaftler Kepler zu seinem vollen Potenzial, führten erfolgreich mehrere Beobachtungskampagnen durch und luden wertvolle wissenschaftliche Daten herunter, selbst nach den ersten Warnungen vor zu wenig Treibstoff. Die neuesten Daten aus Campaign 19 ergänzen die Daten des neuesten Planetenjägers der NASA, des Transit Exoplanet Survey Satellite, der im April gestartet wurde. TESS baut auf Keplers Fundament auf und sucht bei der Suche nach Planeten, die rund 200.000 der hellsten und nächsten Sterne der Erde umkreisen, Welten, die später durch Missionen wie das James Webb Space Telescope der NASA auf ihre Lebenszeichen untersucht werden können.
Das Ames Research Center der NASA im kalifornischen Silicon Valley leitet die Kepler- und K2-Missionen der NASA-Missionsdirektion. Das Jet Propulsion Laboratory der NASA in Pasadena, Kalifornien, leitete die Kepler-Missionsentwicklung. Ball Aerospace & Technologies Corporation in Boulder, Colorado, betreibt das Flugsystem mit Unterstützung des Laboratoriums für Atmosphären- und Weltraumphysik an der Universität von Colorado in Boulder.

Kepler Statistiken
Einige Fakten zu dem Weltraumteleskop.

Quelle: NASA

Dritter Europäischer Wettersatellit MetOp-C startet im November

Dritter Europäischer Wettersatellit MetOp-C startet im November

Der Start des, dritten und letzten EUMETSAT-Satelliten aus der derzeitigen Baureihe polarumlaufender Wettersatelliten ist für die frühen Morgenstunden des kommenden Tags von Europas Raumflughafen Kourou in Französisch-Guayana aus geplant. Die MetOp-Satelliten sind entscheidend für die Genauigkeit von Wettervorhersagen. Der Satellit wird zur überwachung der Atmosphäre, Dürrenperioden und abschmelzen der Eisdecke des Nordpolarmeeres eingesetzt.

Das MetOp-Programm ist ein Gemeinschaftsvorhaben von EUMETSAT und ESA, wobei die ESA für die Beschaffung der Satelliten im Auftrag von EUMETSAT verantwortlich zeichnet.

Roskosmos testet neuartige Kühlung für Atomaren Raketenantrieb

Roskosmos testet neuartige Kühlung für Atomaren Raketenantrieb

Forscher testeten eine ungewöhnliche Kühlung für einen Atom Getriebenen Raketenantrieb. Atomare Energierantriebe haben eine enorme Abwärme die, durch die gängige Lösung eines großen Kühlers an der Aussenseite nicht effektiv gelöst werden kann. Solche Kühlsysteme haben einen großen Platzbedarf, und wiegen auch noch sehr viel. Die Keldysch-Spezialisten arbeiten an einer alternativen Kühlung. Das Kühlmittel zirkuliert nicht wie üblich in Rohleitungen, sondern es wird ins All gesprüht. Die Tropfen kühlen ab und werden dann mit einer auffangeinrichtung eingefangen uns in Kühlsystem zurückgeleitet. Der Kühleffekt wird maximiert, wobei das Gewicht sinkt. Das Kühlsystem wurde berreits getestet, zwar auf der Erde aber „unter ähnlichen bedinungen“.

Roskosmos hatte bereits 2010 einen Kernenergieantrieb der Megawattklasse in Auftrag gegeben, um nicht nur zum Mond, sondern auch zu entlegenen Planeten fliegen zu können. Das Projekt kennt nach russischen Angaben bisher weltweit nicht seinesgleichen.

 

 

Erster nichtstaatlicher Raketenstart in China fehlgeschlagen

Erster nichtstaatlicher Raketenstart in China fehlgeschlagen

Der start der ersten Trägerrakete des Privaten Chinesischen Unternehmens Landspace ist missglückt. Am 27. Oktober 2018 hob die 19 meter hohe, mehrstufige Rakete zwar vom Boden ab, aber „etwas mit der Rakete falsch lief, nachdem die zweite Stufe abgetrennt war“. Demnach schaffte die Rakete nicht den kleinen TV-Satelliten „Future“ in den Orbit zu befördern.

Es war der erste Versuch von Landspace, weitere sollen folgen. Im Offiziellen Statment im WeCHat-Kanal hies es dass man sich von dem Fehlstart nicht beirren lassen möchte.

Die Zhuque-1 (朱雀 一號) Rakete, auch LandSpace-1 genannt, ist eine 19 Meter hohe, dreistufige Feststoffrakete. Zhuque-1 hat eine Startmasse von 27 Tonnen,einen Schub von 45 Tonnen und kann 300 kg Nutzlast in einen 300 km hohen Low Earth Orbit .

Mehr zu LandSpace

BepiColombo – Auf dem Weg zum Merkur

BepiColombo – Auf dem Weg zum Merkur

Am 20. Oktober startete die BepiColombo Sonde an Board einer Ariane-5-Trägerrakete, von Europas Raumflughafen Kourou aus, zu ihrer spannenden Mission zur Erforschung der Geheimnisse des innersten Planeten unseres Sonnensystems. Die BepiColombo Sonde ist ein gemeinsames Projekt der ESA und JAXA (Japan Aerospace Exploration Agency).

Die Mission des BepiColombo

BepiColombo besteht eigentlich aus zwei Sonden, dem Merkur-Planetenorbiter der ESA (MPO) , und dem Merkur-Magnetosphären-Orbiter der JAXA (MMO), die beiden Orbiter werden von dem Merkur-Transfermodul (MTM) der ESA zum Merkur befördert. Das MTM bezieht seine Energie aus solarelektrischem Antrieb, und aus der Schwerkraft von Planeten. Die Sonde wird einmal an der Erde, zweimal an der Venus und sechsmal am Merkur vorbeifliegen, bevor es Ende 2025 seinen endgültigen Orbit erreichen wird. Während der Flüge an der Venus vorbei werden die Instrumente für Messungen genutzt werden.

„BepiColombo ist eine der komplexesten interplanetaren Missionen, die wie je in Angriff genommen haben“

Damit der nächste Planet der Sonne erreicht werden kann, muss die Sonde ununterbrochen bremsen, um einen kontrollierten Fall Richtung Sonne zu gewährleisten.Die Ionentriebwerke leisten über einen langen Zeitraum nur geringen Schub.

„Eine der größten Herausforderungen ist die gewaltige Schwerkraft der Sonne, wegen der es schwierig ist, ein Raumfahrzeug in eine stabile Umlaufbahn um den Merkur einzubringen.“

BepiColombo
Beide Sonden, zusammengebaut. / ESA

Premieren der Technik

Die Sonde wird hoffentlich einige Premieren, im bezug auf die extremen Temperaturunterschiede, feiern. Das Raumfahrzeug wird Temperaturen von -180 bis über 450°C ausgesetzt sein. Viele der Mechanismen und äußeren Beschichtungen der Raumfahrzeuge wurden noch nie unter solchen Bedingungen getestet. Die Solarzellenflügel des Transfermoduls müssen durch drehung in den richtigen Winkel gebracht werden, um Strahlenschäden vermeiden, gleichzeitig jedoch genug Energie für die Raumfahrzeuge liefern zu können.

Der MPO der ESA wird, dank seines breiten Radiators in der lage sein, effizient Abwärme der Systeme abzuleiten und die Wärme des Planeten zu reflektieren.

Ankunft am Merkur

Einige Monate vor der Ankunft am Merkur wird das Transfermodul abgetrennt, und die beiden Forschungssonden werden – nach wie vor miteinander verbunden – weiterfliegen, bis sie vom Schwerefeld des Merkur erfasst werden. Ihre Flughöhe wird mithilfe der Triebwerke des MPO verändert, bis die gewünschte elliptische polare Umlaufbahn des MMO erreicht ist. Anschließend wird sich der MPO abtrennen und unter Nutzung seiner Triebwerke auf seine eigene Umlaufbahn absteigen.

Die beiden Orbiter werden gemeinsam Messungen vornehmen, die Aufschluss über den inneren Aufbau des Planeten, die Beschaffenheit seiner Oberfläche und die Entwicklung geologischer Eigenschaften – darunter Eis in den im Schatten liegenden Kratern – sowie die Wechselwirkung zwischen dem Planeten und dem Sonnenwind geben werden.


Wie Rasieren sich Astronauten im Weltall?

Wie Rasieren sich Astronauten im Weltall?

Bild: Phillips


Der Weltraum. Unendliche Weiten, die wir als Mensch heute fast schon so souverän bereisen, wie einst Kirk, Spock und der Rest der Crew der Enterprise. Zumindest einen kleinen Schritt in Richtung Weltraum sind wir schon gegangen. In der Science Fiction Serie war das Problem der Schwerelosigkeit allerdings gelöst. Die Besatzung des Raumschiffs brauchte also für alltägliche Dinge keine besonderen Vorrichtungen. Anders sieht es heute in der bemannten Raumfahrt aus. Wie funktioniert das Rasieren im Weltraum?

Bartwuchs

Der Bartwuchs ist bei allen Männern mehr, oder weniger ausgeprägt. Im Durchschnitt kann man pro Woche mit 2-3 Millimetern Barthaar rechnen. Sieht man sich Videos der Besatzung der ISS an, dann fällt auf, dass die Männer immer perfekt rasiert sind. Kaum einer trägt Bart und auch wenn er das tut, dann ist Bart sauber getrimmt und die Konturen ordentlich gepflegt. Der Deutsche Astronaut Alexander Gerst trägt einen ordentlich rasierten Kinnbart und Glatze. Auch eine Glatze braucht, genauso wie andere Frisuren, immer wieder Pflege.

Rasieren im Weltraum

Etwa 10 % der Menschen, die in den Weltraum reisen, sind Frauen. 1963 flog die Russin Valentina Tereschkowa als erste Frau ins All. Erst 20 Jahre später gab es auch die erste amerikanische Astronautin. Bis dahin waren nur Männer im All unterwegs. 1969, bei der Apollo 11 Mission waren Neil Armstrong, Buzz Aldrin und Michael Collins vom 16. bis 24. Juli unterwegs. Rasieren im Weltall war also bereits damals ein Thema für die Astronauten. So führte Michael Collins etwa einen Gillette Techmatic und eine Tube Old Spice Rasiercreme mit sich. Auch ein Philips Rasierer war mit an Board.

Moon Shaver

Ein Rasierer mit zwei Rotationsklingen, der mit einer Saugvorrichtung ausgestattet war. Von Philips nicht nur für das Rasieren im Weltraum entwickelt war der Moon Shaver eines von vielen innovativen Technologien, die dazu beitrugen, dass Neil Armstrong schließlich als erster Mensch seinen Fuß auf den Mond setzen konnte. Dank Philips und dem Moon Shaver tat er dies auch glattrasiert unter seinem Helm.

Futuristisches Design

Sieht man sich die aktuellen Geräte von Philips an, dann wirken sie, als würden sie aus dem Weltraum stammen. Auch Panasonic liefert Rasierapparate im futuristischen Design und aktuelle Braun Rasierer wirken allein wegen dem mächtigen Scherkopf wie ein Ausrüstungsgegenstand für Astronauten. Dabei hat die Trockenrasur im All einen großen Nachteil. Generell ist das Rasieren im Weltall immer eine Herausforderung.

Fliegende Barthaare

Bei der Trockenrasur wird das Barthaar sehr kurz geschnitten. Die Haare ragen durch eine Folie, oder die Abdeckung der rotierenden Klingen und werden von den darunter laufenden Klingen abgeschnitten. Egal, ob man mit einem Folienrasierer, oder einem Rotationsrasierer arbeitet – Es gibt immer dasselbe Problem. Die Barthaare werden abgeschnitten, bleiben zwar zu einem großen Teil unter der Folie, aber spätestens beim Reinigen fallen sie heraus. Das ist auf der Erde unproblematisch. Im Weltall heißt das aber, dass winzige Härchen durch die Luft fliegen, elektronische Geräte stören können und von Astronauten eingeatmet werden. Auch in den Augen sind Bartstoppeln sehr unangenehm.

Prinzip Staubsauger

Um das Problem in den Griff zu bekommen sind die Elektrorasierer auf der ISS mit einem Staubsauger verbunden, der die Barthaare direkt nach dem Kürzen absaugt. Ein Barttrimmer mit einer solchen Saugvorrichtung steht den Astronauten zur Verfügung. Die Idee des Moon Shaver hat sich also durchgesetzt. Sie wurde nur über die Jahre verbessert und ausgereifter. Die Trockenrasur ist im Weltall allerdings nicht die bevorzugte Variante. So wie auch Michael Collins es bei seinem Mondflug praktizierte, ist heute die Nassrasur eine beliebte Variante zum Rasieren im Weltraum.

Gerst rasiert nach einer gewonnenen Wette Kollegen Wiseman (Bild: NASA)

Nassrasur im All

Wasser ist in der Schwerelosigkeit schwer zu bändigen. Die Nassrasur läuft im All daher etwas anders ab, als auf der Erde. Das Gesicht wird ein wenig befeuchtet und anschließend mit Rasiercreme eingecremt. Die cremige Seife sorgt dann einerseits dafür, dass der Rasierer leicht über die Haut gleitet, hat aber beim Rasieren im Weltraum eine andere wichtige Eigenschaft. Das Barthaar bleibt in der Rasiercreme kleben und haftet auf dem, heute gebräuchlichen, Systemrasierer. Der Rasierer wird nach ein paar Zügen mit einem Tuch gereinigt und die Bartstoppel und die Rasiercreme im Tuch entsorgt.

Rasieren im Weltraum

Dass kein Astronaut einen Vollbart trägt hat sicherlich auch praktische Hintergründe. Zwar haben die meisten Astronauten einen militärischen Hintergrund, sind also daran gewöhnt, sich zu rasieren, aber Bartwuchs hat auch Nachteile. Wer mit einem Drei-Tage-Bart einmal einen Motorradhelm abgenommen hat, der weiß, dass die Barthaare dabei extrem schmerzen können. Neben den Schmerzen, die ein Bart evtl. verursacht kann er aber auch verhindern, dass etwa ein Atemschutz, oder eine Sauerstoffmaske sauber mit der Haut abschließen. Dass eine solche Maske undicht ist, kann im Weltraum verheerende Folgen haben. Das Rasieren im Weltraum wird also auch, allen Trends zum Vollbart zum Trotz, zum Alltag auf der ISS und in Raumfähren gehören.

Sojus-2.1-Start kostet 48,5 Millionen Dollar und ist damit günstiger als SpaceX

Sojus-2.1-Start kostet 48,5 Millionen Dollar und ist damit günstiger als SpaceX

Das russische Startdienstleistungsunterunternehmen Glawkosmos Puskowyje uslugi gab die Preise für Kommerzielle Missionen der Mittelklaseraketen Sojus-2.1 bekannt. Ein Start mit Oberstufe soll demnach 48,5 Millionen Dollar kosten. Ohne Oberstufe soll eine Mission nur 35 Millionen Dollar kosten. Die neue Sojus-2.1 Rakete, kann demnach ca 8,25 Tonnen in eine erdnahe Umlaufbahn (LEO) bringen. Die Falcon 9 von SpaceX hat aber eine mögliche Nutzlast von bis zu 22.800 kg in den Low earth Orbit, und liegt damit deutlich vorne.

Sojus 2.1

Die Sojus 2.1 Rakete ist eine Weiterentwicklung der ersten Sojus Generation. Die erste Rakete der 2.1 Generation startete am 8. November 2004.

Die Nutzlastkapazität der Sojus-2.1a beträgt bei einem Start von Baikonur bis zu 7.020 kg in einen 200 km hohen Orbit und bei einem Start von Plessezk bis zu 6.830 kg in einen 220 km hohen Orbit. Sojus-2.1b kann von Baikonur aus bis zu 8.250 kg in einen 200 km hohen Orbit und von Plessezk aus bis zu 7.020 kg in einen 220 km hohen Orbit befördern. Die Nutzlastkapazität der Sojus-ST bei einem Start von Kourou aus dürfte noch um einiges höher liegen.

Konkurrenz

Die Russische Sojus Rakete 2.1 macht SpaceX also nicht direkt Konkurrenz. Die Falcon 9 hat immer noch eine deutlich höhere Nutzlast im LEO. AUsserdem sind SpaceX einige Aufträge der NASA sicher, weil diese gerne unabhängig von Russland operiert.

Eine startbereite Sojus 2.1 Rakete.
By ru:Участник:Arie ([1]) [Public domain], via Wikimedia Commons
Quellen: gerhardkowalski.com

BFR: SpaceX`s Super Raumschiff

BFR: SpaceX`s Super Raumschiff

Die BFR oder auch Big Falcon Rocket ist das Projekt von SpaceX. Die Zweistufige Rakete befindet sich in Entwicklung, das langfristige Ziel ist es, mit Hilfe der Rakete den Mars zu besiedeln.

Wie auch bei ihren Falcon 9 Rakten möchte SpaceX die bisherige Technologie nicht nur verbessern, sondern direkt revolutionieren. Das Gefährt mit einer Leo (Low Earth Orbit) Nutzlast von rund 100.000 Tonnen, soll nach dem Start in einer Erdumlaufbahn mit mehreren Tankvorgängen fit für die Reise zu einem anderen Planeten gemacht werden.

Elon Musk verfolgt das Ziel mit der Besiedlung des Marses die Menschheit zu einer „multiplanetaren Spezies“ zu machen.

Neue Rekorde

Die BFR wird, wenn sie so umgesetzt wird nicht wenige Rekorde brechen. Alleine die Größe ist schon überragend, wie auf dem Vergleichsbild zu sehen wird sie größer als alle bisherigen Raketen. Auch an Schub fehlt es der Gewaltigen Rakete nicht, die BFR soll einen Schub von rund 52.700 kN (Kilonewton) erreichen, zum Vergleich: Die Falcon Heavy schafft es nur auf 22.819 kN. Selbst bei der Landung auf einem anderen Planeten (dem Mars oder Mond) könnte sie 50T Nutzlast transportieren. Die Big Falcon Rocked soll wie die Booster der Falcon 9 Triebwerkgestüzt landen.


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By Thorenn [CC BY-SA 4.0 ], from Wikimedia Commons

 

Ziel

Wie Musk schon mit dem Interplantare Transportsystem (ITS) vergangenes Jahr erwähnte, soll die Big Falcon Rocked die benötigten Materialen zum Mars bringen um dort die erste Kolonie der Menschheit, auf einen anderen Planeten, zu gründen. Laut SpaceX sollen berreits 2022 die ersten zwei BFR zum Roten Planeten geschickt werden. Dort würden wahrscheinlich Rover nach Ressourcen für die Herstellung von Treibstoff, für den Rückflug suchen.

berreits zwei Jahre später sollen vier weiter BFR, zwei Bemannte, und zwei unbemannte, zur Zeit einer günstigen Planeten Konstellation zum Mars fliegen. Danach sollen weitere Raketen folgen, die neben Material für die Kolonie, auch noch mehr Kolonisten, auf den Roten Planeten bringen.

Ein Video zeigt, wie sich die kleine Kolonie in einige riesige Stadt auf dem Mars entwickeln könnte.

Der Traum von einer Autarken Rückversicherung der Menschheit auf dem Mars ist nicht unbegründet. Wenn in rund fünf Milliarden Jahren im Zentrum der Sonne aller Wasserstoff verbraucht ist, bläht die Sonne sich zu einem roten Riesenstern auf – vermutlich wird sie dabei auch unsere Erde schlucken. Doch der Mars wäre weit genug weg, um eine Überlebenschance bieten zu können.

Aber schon lange bevor sich die Sonne aufbläht, wird es auf der Erde ungemütlich. Denn die Intensität der Sonnenstrahlung nimmt etwa um ein Prozent in 120 Millionen Jahren zu. Schon in 500 Millionen Jahren, so schätzen die Experten, ist die Erde deshalb nur noch ein lebensfeindlicher Felsklumpen im All. Wenn also die Sonne als Energielieferant ausfällt, müsste sich die Menschheit ein neues Sonnensystem suchen.


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© SpaceX

Die Finanzierung des Projektes, soll durch eine Flotte von BFRs ermöglicht werden, die wie jetzt auch schon die Falcon 9, Satelliten in den Weltraum bringen. Musk erwähnte sogar die Vision der BFR wie sie Passagiere um die ganze Welt fliegt. Von New York nach Shanghai in nur 39 Minuten, die Rakete würde in diesem Fall mit 27.000 km/h (!) schnell fliegen. Diese Vision wurde in dem Video visuell dargestellt. Aufgrund der Wiederverwendbarkeit und Massenproduktion, soll ein Mensch für 100.000 bis 200.000 Dollar zum Mars gebracht werden.



SpaceX-Präsidentin Gwynne Shotwell erklärte im April 2018, es sei „sicher“, dass dieser Erd-zu-Erde-Transport mit der BFR innerhalb von zehn Jahren realisiert werde. Der Flugpreis werde bei einigen tausend US-Dollar pro Person liegen.

Die möglichen Zeiten sind für einige Orte hier aufgeführt:

Time Comparisons to Major Cities

RouteDistanceCommercial AirlineTime via BFR
Los Angeles to New York3,983km5 hours, 25 min25 min
Bangkok to Dubai4,909km6 hours, 25 min27 min
Tokyo to Singapore5,350km7 hours, 10 min28 min
London to New York5,555km7 hours, 55 min29 min
New York to Paris5,849km7 hours, 20 min30 min
Sydney to Singapore6,288km8 hours, 20 min31 min
Los Angeles to London8,781km10 hours, 30 min32 min
London to Hong Kong9,648km11 hours, 50 min34 min

 


Entwicklungsstand

Die Rakete ist noch in Entwicklung, aber es werden schon einige Teile gefertigt, um Probeflüge zu absolvieren. Auf diesem Bild sieht man den Körper der BFR, neben einem Tesla zum größen Vergleich. Die Teile werden zu einem großen Teil aus Carbon. Laut der Planung von SpaceX soll es später mindestes drei Ausführungen geben.

Als Raumschiff für Personen- und Frachttransporte, als Tanker und als „Großraum“-Frachter mit großer Bugklappe für den Transport von übergroßen Satelliten oder Modulen für Raumstationen.  Für den einsatz als Personentransporter wird das Raumschiff über eine 825 m³ große Fläche unter Atmosphärendruck verfügen. Zum Vergleich das Hauptdeck eines Airbus A380 ist 775 m³ groß.

Neben 40 Einzel Kabinen und einigen größeren Gemeinschaftsräumen, gibt es im Passagier-Modell auch eine Sektion für Nutzlast, welche nicht unter Druck steht.

SpaceX plant für Ende 2019 erste suborbitale Flüge mit dem Raumschiff (der oberen Stufe) der BFR und rechnet mit einem Erstflug der vollständigen Rakete im Jahr 2021.[12] Als erster BFR-Weltraumtourist soll 2023 der japanische Textilunternehmer Yusaku Maezawa gemeinsam mit einer Gruppe von Künstlern um den Mond fliegen.“ width=“2048″ height=“1151″ />

Um überhaupt zum Mars kommen zu können ist eine autonome Tankfuktion geplant. Aneinander andocken sollen die BFR-Schiffe jeweils mit der Rückseite über dieselben Elemente, mit denen sie auf der Erststufe aufsitzen.

SpaceX plant für Ende 2019 erste suborbitale Flüge mit dem Raumschiff (der oberen Stufe) der BFR und rechnet mit einem Erstflug der vollständigen Rakete im Jahr 2021. Als erster BFR-Weltraumtourist soll 2023 der japanische Textilunternehmer Yusaku Maezawa gemeinsam mit einer Gruppe von Künstlern um den Mond fliegen.