Japanische Rückkehrkapsel mit Eiweißkristalen erfolgreich im Pazifik gewassert

Japanische Rückkehrkapsel mit Eiweißkristalen erfolgreich im Pazifik gewassert

Bild: Alexander Gerst / Flickr


Eine Japanische Rückkehrkaspel ist erfolgreich im Pazifik gewassert. Die rund 180 kg Schwere Kapsel wurde von dem Frachtraumschiff Kounotori 7 (HTV7) in ca. 300km höhe ausgesetzt worden, und 40 Minuten später am Fallschirm niedergegangen. Der Frachter hatte Ende September 6,2 Tonnen Nachschub auf die Umlaufbahn gebracht und war Mitte der Woche wieder abgekoppelt worden.

In der Rückkehrkapsel befanden sich Eiweißkristallen, die auf der Internationalen Raumstation ISS gezüchtet wurden.  Die Japanische Japan Aerospace Exploration Agency JAXA teilte mit das es das erste mal sei das solches Material zurück auf die Erde geholt werden würde. Solche Kristale werden in der Pharmazie verwendet.

Warum werden Einweißkristalle auf der ISS gezüchtet?

Diese Proteinkristalle lassen sich unter Mikrogravitationsbedingungen leichter züchten. Dementsprechend wurden und werden auf der ISS verschiedene solche Experimente durchgeführt. Man braucht Proteine jedes Mal dann in Kristallform, wenn die Proteinstruktur ermittelt werden soll, meist mit Röntgenstrukturanalyse. Ohne die Struktur eines Proteins zu kennen, können keine Medikamente entwickelt werden, die das Protein oder Enzym beeinflussen.

Nach der Freilassung drang die Kapsel ungefähr 100 km über dem japanischen Archipel in die Atmosphäre ein und behielt ihre Orientierung bei. Dann landete die Kapsel abgebremst von einem Fallschirm gegen 7:05 im Meer.

Japanische rückkerhkapsel
Quelle: Alexander Gerst / Flickr Die Japanische Rückkehrkapsel auf dem Weg zur Erde.

Quelle: Gerhardkowalski.com / Raumfaherer.net

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