Monat: Dezember 2018

3d Biodrucker auf der Iss: Erfolgreich getestet

3d Biodrucker auf der Iss: Erfolgreich getestet

Der 3D-Biodrucker, der russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos wurde erfolgreich auf der ISS erprobt. Der Kosmonaut Oleg Kononenko führte ein Experiment durch, bei dem menschliches Gewebe gedruckt wurde, teilte das Unternehmen Invitro mit,  das den Bau des Gerätes durch das Laboratorium 3D Bioprinting Solutions finanziert hat. Die Gewebemuster werden von der Mannschaft des deutschen ESA-Astronauten Alexander Gerst am 20. Dezember mit zur Erde gebracht und analysiert. Die Ergebnisse sollen nach Aussagen der GK Roskosmos vom Donnerstag Anfang 2019 veröffentlicht werden.

Der ursprüngliche Biodrucker befand sich auf der Sojus MS-11, dieser wurde bei dem Fehlstart am 11. Oktober zerstört.

 

 

Eu:CROPIS – Satellit mit Gewächshaus ins All gestartet

Eu:CROPIS – Satellit mit Gewächshaus ins All gestartet

Ein Gewächshaus-Satellit des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR), mit dem der Anbau von Tomaten und anderem Gemüse auf dem Mond oder Mars getestet werden soll, ist erfolgreich ins All gestartet. Das Schwebende Gewächshaus ist am vergangenen Montag im Frachtraum einer Falcon 9 Rakete von der Vandenberg Air Force Base in den USA gestartet. Die Falcon 9 Raketen gehören zu dem erfolgreichsten Privaten Raumfahrtunternehmen SpaceX. Der Satellit wurde in eine erdnahe Umlaufbahn (LEO) in 600 Kilometer Höhe gebracht.

Schwebendes Gewächshaus startet ins all
Der Start der Rakete wurde aus dem Kontrollzentrum des DLR mitverfolgt.

Zwergtomaten im All

Eu:CROPIS steht für „Euglena and Combined Regenerative Organic-Food Production in Space” An Board des Schwebenden Gewächshauses befinden sich zwei biologische Lebenserhaltungssysteme mit Biofilter, Zwergtomatensamen, einzelligen Algen und synthetischem Urin. Die Tomaten sollen im All Keimen, Wachsen und schlussendlich auch reifen. Das Experiment soll Rückschlüsse über das wachsverhalten von Pflanzen geben. Längerfristiges Zeil ist es, Astronauten auf der ISS oder auf Mond– oder Mars Stationen mit Frischen Obst und Gemüse versorgen zu können. 16 Kameras sollen rund um die Uhr aufzeichnen, wie sich die Pflanzen entwickeln.

Schwebendes Gewächshaus wird verpackt.
Der etwa 1 Kubikmeter große Satellit wird für den Flug in den Orbit vorbereitet.

Künstliche Gravitation im All

Um die Verschiedenen Schwerkräfte des Mondes und des Marses zu Simulieren wird sich der Satellit mit 20 Umdrehungen pro Minute für den Mond, und 32 Umdrehungen pro Minute für die Simulation der Schwerkraft auf dem Mars drehen. Ebenfalls an Bord sind einzellige Augentierchen Euglena gracilis, auch Grünalgen genannt. Sie können Sauerstoff produzieren, was vor allem am Anfang des Experiments wichtig sei, wenn die Tomaten erst keimen und noch keinen Sauerstoff über die Photosynthese produzieren, wie das DLR erläutert. Ausserdem können diese Augentierchen das System Entgiften und vor zu hohen Ammoniakkonzentrationen schützen, die auftreten wenn der Biofilter nicht richtig funktioniert.

 

Quelle: DLR

NASA-Chef Bridenstine: dauerhafte Präsenz des Menschen auf dem Mond ist in 10 Jahren Realität

NASA-Chef Bridenstine: dauerhafte Präsenz des Menschen auf dem Mond ist in 10 Jahren Realität

In einem Interview äusserte sich der NASA-Chef Jim Bridenstine zu der geplanten Raumstation Gateway die um den Mond kreisen soll. Laut dem NASA-Chefs wird es in zehn Jahren eine Station geben die es ermöglicht mit einem mehrfach verwendbaren Landeschiff auf dem Mond zu Landen und dann zur Station zurückzukehren. Die neue Station werde international sein, zeigte sich der NASA-Chef überzeugt. Das Zusammenwirken im Weltraum dürfe keine Abhängigkeit eines Partners vom anderen werden,  sondern eine Zusammenarbeit bleiben.

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