Monat: Dezember 2018

China startet erfolgreich Telekommunikationstechnologie-Testsatelliten

China startet erfolgreich Telekommunikationstechnologie-Testsatelliten

Am 25. Dezember 2018 startete eine Langer Marsch-3C Trägerrakete vom Weltraumbahnhof Xichang in der südwestlichen Provinz Sichuan und beförderte erfolgreich einen Telekommunikationstechnologie-Testsatelliten in den Orbit. Mit der gleichen Rakete wurde eine Kapsel mit der DNA einer seltenen südchinesischen Tigerart in den Weltraum geschickt. Wie der China Daily berichtet, soll damit der Bestand dieses Tigers gesichert werden,  der bedroht ist.

Langer Marsch-3C Trägerrakete beim start vom Weltraumbahnhof Xichang

DNA im All

Es ist nicht unüblich ,das Raumfahrtagenturen DNA Proben, ob jetzt chemisch oder elektronisch in den Weltraum schießen. Man möchte so ein Backup für verschiedene Tier oder Pflanzen haben, um diese gegebenenfalls neu zu züchten. Auch wenn meist nicht geklärt ist wie eine solche Kapsel wieder zurück zur Erde geholt werden soll.

Mars – Serie vereint Fakten und fiktion

Mars – Serie vereint Fakten und fiktion

Die Serie spielt im Jahr 2033 und begleitet die erste bemannte Expedition zum Mars. Die dramatische Science-Fiction Story wird heutiger dem heutigen stand der Technik gegenüber gestellt. Das Ziel der Expedition: Eine unabhängige Kolonie auf dem Mars, das Problem: es läuft nicht alles ganz so wie es soll. In den Rückblenden kommen verschiedene Persönlichkeiten von vielen Institutionen zu Wort darunter auch des Öfteren der SpaceX Chef Elon Musk.

Nachdem die ersten Menschen, die Besatzung der Daedalus eine spektakuläre Landung hinlegen merken sie das die zu weit vom Basis Lager gelandet sind. Jetzt müssen sie einen geeigneten Platz finden um mit dem Aufbau der Kolonie zu beginnen. Es kommen immer mehr Menschen, mit den Menschen aber auch mehr Probleme. Zum einem psychisch und praktisch. Die durchaus ambitionierten Ausbaupläne können nicht eingehalten werden, zudem bereitet eine Monatelanger Sandsturm Probleme.

Die Serie verbindet Fakten mit Fiktion, die Rückblenden reichen bis zum Anbeginn der Raumfahrt zurück, für alle interessierte ein absolutes muss.

Zurzeit ist die Serie bei Netflix, Amazon Prime, oder als DVD / Blueray verfügbar.

50 Jahre nach der erste Reise zum Mond: Apollo 8

50 Jahre nach der erste Reise zum Mond: Apollo 8

Heute vor 50 Jahren hob um 13:51 die Saturn V Rakete mit den drei Astronauten Frank Borman, William Anders und James Lovell an Board ab. Der erste bemannte Flug zu einem anderen Himmelskörper der Geschichte startete.

Apollo 8 startete am Morgen des 21. Dezember 1968 um 13:51 (MEZ) vom Kennedy Space Center in Florida und erreichte drei Tage später, am 24. Dezember 1968, die Mondumlaufbahn. Die drei Astronauten waren die ersten Menschen in der Geschichte der Menschheit die, die Rückseite des Mondes mit eigenen Augen sahen. Große Bekanntheit erlangte die Fernsehübertragung aus dem Mondorbit, während der die drei Astronauten die ersten Zeilen der biblischen Schöpfungsgeschichte als Weihnachtsbotschaft verlasen.

3,2,1 – Lift off



Am 2. Dezember 1968 wurden die Tanks der ersten Stufe der Saturn-Rakete zum ersten Mal mit RP-1, einem hochdestillierten Kerosin, und flüssigem Sauerstoff befüllt und unter Druck gesetzt. Drei Tage später, am 5. Dezember begann der fünftägige Count Down Demonstration Test (CDDT), der den Ablauf des Starts simulierte. Im Anschluss an den Test wurden die Tanks wieder geleert. Der eigentliche Startcontdown begann am 15. Dezember 1968 19 Uhr Ortszeit, Eastern Standard Time, (EST), bei T −103 Stunden, bei T-9 Stunden wurde der Countdown für 6 Stunden angehalten, um kleinere Probleme beheben zu können. Acht Stunden vor Start wurde die Rakete erneut betankt, die Arbeiten wurden von der Ersatzmannschaft (Armstrong, Aldrin und Haise) überwacht, die auch am Abend zuvor die Funktionsfähigkeit des Raumschiffs überprüft hatte.

Die Saturn V Rakete auf dem Weg zum Launch Pad.
Credit: Nasa die Saturn V Rakete auf dem Weg zum Launch Pad.

Die drei Astronauten wurden um 2:36 Uhr geweckt, nach einer gründlichen medizinischen Untersuchung folgte um halb vier morgens ein gemeinsames Frühstück mit den Leitern und Offiziellen der NASA. Kurz nach 4 Uhr begannen die Astronauten damit ihre Raumanzüge anzulegen, um 4:32 Uhr verließen sie das Manned Spacecraft Operations Building und wurden mit einem Transporter zur Startplattform gebracht. Nachdem die Besatzung mit dem Aufzug zur Spitze der Rakete gebracht wurde, begann um 4:58 Uhr die Einstiegsprozedur. Es dauerte etwa zehn Minuten, bis alle drei Astronauten in der Apollo-Kapsel festgeschnallt waren und die Luke hermetisch verschlossen werden konnte.

Die Besatzung von Apollo 8 verlässt das Manned Spacecraft Operations Building einige Stunden vor dem Start
Credit: NASA Die Besatzung von Apollo 8 verlässt das Manned Spacecraft Operations Building einige Stunden vor dem Start

Apollo 8 liftoff

Die externe Stromversorgung wurde 25 Minuten vor Start gekappt, und auf die interne Versorgung umgestellt. Die Energie wurde nun von drei Brennstoffzellen geliefert. Bei T −5 Minuten wurde der oberste der neun Verbindungsarme zur Seite geschwenkt, der ,der Besatzung im Notfall eine Flucht ermöglicht hätte.

Zwei Minuten vor dem Start wurden die Sauerstofftanks der ersten Stufe mittels Helium, das von außen zugeführt wurde, unter Druck gesetzt, eine Minute später auch die Tanks der anderen beiden Stufen. Weitere zehn Sekunden darauf übernahmen bordeigene Batterien die elektrische Versorgung der Raketensysteme. Die Zündungssequenz wurde um 7:50:52 Ortszeit eingeleitet, die Saturn V wurde, während die fünf F-1-Triebwerke Schub aufbauten, von Halterungen festgehalten. 8 Sekunden später, um 7:51 (EST), hob die Rakete ab.

Das erstemal losgelöst von der Erde

Mit der Apollo 8 Mission verließen die Astronauten zum ersten mal die Umlaufbahn der Erde, und entkamen der 250 Kilometer Grenze. Nach einer Flugzeit von 2 Stunden, 50 Minuten und 40 Sekunden wurde die S-IVB-Stufe hoch über dem Pazifik, nördlich von Hawaii, zum zweiten Mal gezündet. Der 5 Minuten und 17 Sekunden andauernde Schub lenkte das Raumschiff aus seiner elliptischen Erdumlaufbahn zum Mond. Zu dem Zeitpunkt erreichte das Raumschiff eine Geschwindigkeit von 38.959,2 km/h und befand sich bereits  in einer höhe von 346,7 Kilometern über der Erdoberfläche. Etwa 40 Minuten nach der zweiten Zündung der S-IVB-Stufe war das Raumschiff bereits 12.000 km von der Erde entfernt, und die Besatzung sah zum ersten Mal die gesamte Erde als Kugel.

31 Stunden und elf Minuten nach dem Abheben, um 15:03 Uhr Floridazeit am 22. Dezember 1968, absolvierte die Besatzung von Apollo 8 aus einer Entfernung von 221.940 km zur Erde ihre erste von sechs geplanten Live-Fernsehübertragungen.



Die 24 Stunden bis zur nächsten Fernsehübertragung verbrachten die Astronauten abwechselnd mit der Überwachung der Bordsysteme und der Ausrichtung des Raumschiffs. Mit der Flugkontrolle in Houston wurde eine Lockerung des Flugplans ausgehandelt, um den Astronauten mehr Ruhephasen zu verschaffen. Am Morgen des dritten Flugtages befand sich die Besatzung in einer besseren körperlichen Verfassung und war auch ausgeruhter als die Tage zuvor.

Am dritten Flugtag begann um 14:58 (EST) die zweite Fernsehübertragung von Apollo 8. Kommandant Borman hatte die Kamera im linken Rendezvous-Fenster montiert und das Raumschiff auf die Erde ausgerichtet. Nach einigen Korrekturmanövern befand sich die Erde im Zentrum des Fensters – Apollo 8 übertrug die ersten klaren Live-Bilder der gesamten Erde aus 325.000 km Entfernung.



Nach 23 Minuten endete die zweite Fernsehübertragung von Bord. Knapp zehn Minuten später (Bordzeit: 055:39) überquerte das Apollo-Raumschiff den Punkt gleicher Anziehung zwischen Mond und Erde. Da das Apollo 8 Raumschiff durch die Anziehungskraft der Erde immer weiter verlangsamt wurde, erreichte das Raumschiff die niedrigste Geschwindigkeit der gesamten Reise. Das Raumschiff das inzwischen 326.400 km von der erde entfernt war, Schwebte nur noch mit einer Geschwindigkeit von knapp 3565 km/h. Apollo 8 wurde durch die Anziehungskraft der Erde immer weiter verlangsamt, ab diesem Punkt, in einer Entfernung von 62.000 km zum Mond, stieg die Geschwindigkeit durch die Gravitation des Mondes wieder an.

Gegen 2 Uhr morgens am 24. Dezember begann die Mannschaft mit den Vorbereitungen für die „Lunar Orbit Insertion“, den Einschuss in die Mondumlaufbahn. Die Daten für die Triebwerkszündung und die Raumlage wurden in den Bordcomputer eingegeben, das Raumschiff wurde für die Zündung des Triebwerks im Raum ausgerichtet. Am 24. Dezember 1968 um 4:49:02 (EST) (Bordzeit: 068:58:02) verschwand Apollo 8 hinter dem Mond und der Funkkontakt brach ab.

Mare Tranquillitatis von Apollo 8 fotografiert
Mare Tranquillitatis von Apollo 8 fotografiert

Bei normalem Ablauf war davon auszugehen, dass die Flugkontrolle in Houston erst 24 Minuten später von diesem Manöver in Kenntnis gesetzt würde, wenn Apollo 8 wieder aus dem Funkschatten des Mondes auftaucht. Wäre Acquisition of Signal (AOS), die Wiederherstellung des Funkkontakts, zehn Minuten früher erfolgt, hätte das Triebwerk nicht gezündet und das Raumschiff sich nicht im Mondorbit befunden. Als dann um 5:19 (Bordzeit: 069:34:07) Jim Lovell auf die Anrufe der Bodenkontrolle antwortete, brach im Kontrollraum Jubel aus.

Apollo 8 befand sich zum dritten mal an der Mondrückseite, als es nun langsam weiterflog erlangte die Mannschaft wieder Funkkontakt zur Erde. Als Anders zufällig aus den Fenstern des Raumschiffs blickte, erkannte er über dem Horizont des Mondes einen blauen und weißen Bogen, der schnell größer wurde. Borman griff nach der Kamera machte das Hostorische Foto, wo die Erde über dem Mond aufgeht.

NASA-Apollo8-Dec24-Earthrise

Um 21:31 tauchte das Raumschiff hinter dem Mond auf und übermittelte erste Fernsehbilder zur Erde.



Nach dieser Übertragung bereitete sich die Crew der Apollo 8 auf die Rückkehr zur Erde vor. Das Raumschiff nähert sich langsam der Erde. Am Morgen des siebten Flugtages, am 27. Dezember gegen 9 , begann sich die Besatzung in ihren Sitzen anzuschnallen und für den Wiedereintritt vorzubereiten, nachdem alle losen Gegenstände an Bord verstaut wurden. Kurz nach 9 Uhr trennten die Astronauten das Kommando Modul von dem Service Modul. Das Kommandomodul wurde nun nur noch über Batterien und interne Sauerstofftanks versorgt, die die Besatzung während des Abstiegs versorgten. Sollte das Raumschiff in einem zu flachen Winkel auftreffen und wieder ins All zurückgeschleudert werden, würden die Vorräte für ein Überleben der drei Astronauten nicht lange ausreichen. 14 Minuten nach der Trennung traf das Kommandomodul in einer Höhe von 122 km auf die obersten Schichten der Atmosphäre, die Geschwindigkeit betrug 39.200 km/h (11 km pro Sekunde). In den folgenden Minuten stieg die Temperatur des Hitzeschilds auf bis zu 2800 °C an, die maximale Bremsverzögerung erreichte Apollo 8 zwei Minuten nach dem Eintritt in die Atmosphäre, sie betrug 6,8g. Die Kapsel wasserte im Pazifik.

Der Wellengang und die Fallschirme, die einen Sekundenbruchteil zu spät abgeworfen wurden, warfen die Kapsel um, so dass sie mit der Spitze nach unten im Wasser schwamm. Das Automatische aufricht System, konnte mithilfe Druckluft gefüllter Ballons das Raumschiff wieder aufrichten. Neun Minuten nach der Wasserung setzte ein Hubschrauber erste Kampftaucher an dem Komandomodul ab, da das Raumschiff aber ca. 1 Stunde vor Sonnenaufgang gewassert war, wartete man bis zum Sonnenaufgang um im Tageslicht die Astronauten zu bergen. Vierzig Minuten später betraten die Astronauten das Deck des Flugzeugträgers Yorktown.

Die Apollo 8 Astronauten steigen aus dem Hubschrauber auf das deck der Yorktown.

Der Flug zum Mond war ein wichtiger Schritt zur Mondlandung von Apollo 11 sechs Monate später.


Passend zu dem Thema gibt es eine Folge Quarks: Abenteuer Raumfahrt: Wie Apollo 8 die Welt veränderte!


 

Alexander Gerst und Crew kehren nach 197-tägiger Mission im Weltraum zur Erde zurück

Alexander Gerst und Crew kehren nach 197-tägiger Mission im Weltraum zur Erde zurück

Drei Mitglieder der Expedition 57 der Internationalen Raumstation, darunter die NASA-Astronautin Serena Auñón-Kanzlerin, kehrten am Donnerstag zur Erde zurück und landeten sicher um 12:02 Uhr EST (11:02 Uhr Ortszeit) in Kasachstan.

exp57-landing
Auñón-Chancellor und ihre Crewmitglieder, Expedition 57 Kommandant Alexander Gerst von der ESA (Europäische Weltraumorganisation) und Sojus-Kommandant Sergey Prokopyev, starteten am 6. Juni und kamen zwei Tage später in der Raumstation an, um ihre Mission zu beginnen. In 197 Tagen umkreisten sie 3.152 Mal die Erde und legten 83,3 Millionen Meilen zurück.
In den letzten 16 Tagen ihrer Mission wurde Auñón-Chancellor von der NASA-Astronautin Anne McClain begleitet, das war erste Mal, dass die beiden einzigen US-Astronauten auf einer Mission Frauen waren.

Die Crew der Expedition 57 trug zu Hunderten von Experimenten in Biologie, Biotechnologie, Physik und Geowissenschaften an Bord des Weltklasse-Labors im Orbit bei. Höhepunkte waren Untersuchungen zu neuen Krebsbehandlungsmethoden und Algenwachstum im Weltraum. Die Crew installierte auch eine neue Life Sciences Glovebox, einen geschlossenen Arbeitsbereich für Life-Science- und Technologieuntersuchungen, der zwei Astronauten aufnehmen kann.

Dies war der erste Flug für Auñón-Chancellor und Prokopyev und der zweite für Gerst, der mit insgesamt 362 Tagen im Orbit nun den Flugdauerrekord unter den ESA-Astronauten hält.
Prokopyev absolvierte zwei Weltraumspaziergänge von insgesamt 15 Stunden und 31 Minuten. Während eines 7-stündigen, 45-minütigen Weltraumspaziergangs am 11. Dezember holten er und Oleg Kononenko von Roscosmos Patch-Proben und machten digitale Bilder von einer Reparatur am Wohnmodul der Sojus MS-09, in der das Trio Expedition 57 nach Hause fuhr. Die Raumstationsbesatzung lokalisierte und reparierte innerhalb weniger Stunden nach ihrer Entdeckung im August ein kleines Loch im Inneren der Sojus. Das Raumschiff wurde gründlich überprüft und als sicher für die Rückkehr zur Erde angesehen.

Als die Sojus um 20:40 Uhr am 19. Dezember abdockte, begann die Expedition 58 an Bord der Station, mit McClain, David Saint-Jacques von der kanadischen Raumfahrtbehörde und Kononenko mit einer dreiköpfigen Besatzung. Die nächsten Bewohner der Raumstation – Nick Hague und Christina Koch von der NASA und Alexey Ovchinin von Roscosmos – werden am 28. Februar vom Kosmodrom Baikonur in Kasachstan starten, um sich ihren Besatzungsmitgliedern anzuschließen, was den Beginn der Expedition 59 markiert.
Seit mehr als 18 Jahren leben und arbeiten Menschen kontinuierlich an Bord der Station, indem sie wissenschaftliche Erkenntnisse weiterentwickeln und neue Technologien demonstrieren, Forschungsdurchbrüche ermöglichen, die auf der Erde nicht möglich sind und die eine langfristige menschliche und robotische Erforschung des Weltraums ermöglichen. Weltweit haben mehr als 230 Menschen aus 18 Ländern das einzigartige Mikrogravitationslabor besucht, in dem mehr als 2.400 Forschungsuntersuchungen von Forschern aus mehr als 103 Ländern durchgeführt wurden.

Blue Origin’s nächste New Shepard Mission (NS-10)

Blue Origin’s nächste New Shepard Mission (NS-10)

Blue Origin’s nächste New Shepard Mission (NS-10) zielt derzeit auf den Start morgen um 8:30 Uhr CST / 14:30 Uhr UTC. Dies wird die zehnte New Shepard-Mission sein und widmet sich der Verlagerung von neun von der NASA gesponserten Forschungs- und Technologie-Nutzlasten in den Weltraum durch das Flight Opportunities-Programm der NASA.

Das Flight Opportunities-Programm der NASA ist ein unverzichtbares Programm für Forscher, die Zugang zur Mikrogravitation für die Technologieentwicklung bieten. Blue Origin unterstützt das Flight Opportunities-Programm der NASA und seine Rolle bei der Perfektionierung der Technologie für eine zukünftige menschliche Präsenz im Weltraum.

Die Nutzlasten, die mit uns auf der NS-10 fliegen, beinhalten:

Carthage College Space Sciences Program: Das Experiment zur Messung von Modaltreibstoffen unter der Leitung von Dr. Kevin Crosby ist eine Gemeinschaftsarbeit mit dem NASA Kennedy Space Center Cryogenics Laboratory. Es zeigt eine Möglichkeit, den Kraftstoffstand in der Schwerelosigkeit mit Hilfe von Schallwellen zu messen.

Controlled Dynamics Inc: Die Vibration Isolation Platform (VIP) hat zum Ziel, die Nutzlasten von den normalerweise auftretenden Vibrationen während der Raumfahrt zu trennen. Die von Dr. Scott Green angeführte Nutzlast ermöglicht es den Forschern, die Auswirkungen der Schwerelosigkeit auf ihre Forschungsergebnisse klar zu verstehen.

Johns Hopkins University Applied Physics Lab: Auf seinem zweiten Flug mit Blue wird das EM-Feldexperiment während des Starts die natürlich vorkommenden elektromagnetischen Felder innerhalb und außerhalb von New Shepard beobachten und Daten sammeln. Principal Investigator Dr. Todd Smith wird den Erfolg dieses Experiments nutzen, um festzustellen, wie globale Messungen des elektromagnetischen Feldes der Erde in Zukunft durchgeführt werden können.

NASA Goddard Space Flight Center: Die Kühlung von dicht gepackter Elektronik an Bord eines Raumschiffs kann eine Herausforderung darstellen, und viele Lösungen konnten nicht in der Lage sein, robuste Tests durchzuführen. Principal Investigator Franklin Robinson wird eine dieser Lösungen in seinem Experiment Flow Boiling in Microgap Coolers testen.

NASA Johnson Space Center: Bei seinem dritten Flug mit New Shepard wird der Suborbital Flight Experiment Monitor-2 (SFEM-2) unter der Leitung von Dr. Katy Hurlbert verschiedene Aspekte der Flugumgebung während des Missionsprofils von New Shepard analysieren und dabei Kabinendruck, Temperatur, CO2, akustische Bedingungen, Beschleunigung und mehr messen. Die gesammelten Daten werden zukünftigen Forschern von New Shepard helfen, die effektivsten Experimente für das Fahrzeug zu entwickeln.

Purdue University: Die Nutzlast von Dr. Steven Collicott befasst sich mit der Zero-Gravity Green Propellant Management Technology, die darauf abzielt, den Einsatz eines sichereren und umweltfreundlicheren Raketentreibstoffs voranzutreiben, indem sie das Verhalten des Treibstoffs in der Mikrogravitation besser versteht.

Universität von Zentralflorida: Zwei Teams unter der Leitung von Dr. Josh Colwell und Dr. Addie Dove haben beide Nutzlasten der Planetenforschung auf NS-10. Das Collisions Into Dust Experiment (COLLIDE) zielt darauf ab zu verstehen, wie Staubpartikel nach Oberflächenkontakt während Erkundungsmissionen an Orten wie Mond, Mars und Asteroiden reagieren. Die Collection of Regolith Experiment (CORE) befasst sich mit der einzigartigen Herausforderung, Materialproben in der Mikrogravitation zu sammeln und zu analysieren.

Universität von Florida: Dr. Rob Ferl und Dr. Anna-Lisa Paul passen die für die ISS entwickelte Technologie an suborbitale Anwendungen an und experimentieren mit der Validierung von Telemetric Imaging Hardware für crew-assistierte und crew-autonome biologische Bildgebung in suborbitalen Anwendungen. Durch eine Neukalibrierung der Art und Weise, wie Daten erhoben werden, wird das Experiment eine biologischere Erforschung suborbitaler Missionen ermöglichen.

 

In eineinhalb Stunden zur ISS

In eineinhalb Stunden zur ISS

Der Chef von Roskosmos, Dmitri Rogosin kündigte auf Twitter an, in eineinhalb Jahren Kosmonauten und auch Weltraumtouristen in nur eineinhalb Stunden zur Internationalen Raumstation ISS bringen. Bereits am 28. März kommenden Jahres werde das Frachtraumschiff Progress MS-11 nach zwei Erdumkreisungen oder drei Stunden an der Station anlegen. Erstmals hatte im Juli diesen Jahres Progress MS-09 nach diesem Kurzschema Nachschub auf die Umlaufbahn gebracht. Normalerweise dauern die Flüge ca. Sechs Stunden.

3d Biodrucker auf der Iss: Erfolgreich getestet

3d Biodrucker auf der Iss: Erfolgreich getestet

Der 3D-Biodrucker, der russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos wurde erfolgreich auf der ISS erprobt. Der Kosmonaut Oleg Kononenko führte ein Experiment durch, bei dem menschliches Gewebe gedruckt wurde, teilte das Unternehmen Invitro mit,  das den Bau des Gerätes durch das Laboratorium 3D Bioprinting Solutions finanziert hat. Die Gewebemuster werden von der Mannschaft des deutschen ESA-Astronauten Alexander Gerst am 20. Dezember mit zur Erde gebracht und analysiert. Die Ergebnisse sollen nach Aussagen der GK Roskosmos vom Donnerstag Anfang 2019 veröffentlicht werden.

Der ursprüngliche Biodrucker befand sich auf der Sojus MS-11, dieser wurde bei dem Fehlstart am 11. Oktober zerstört.

 

 

Eu:CROPIS – Satellit mit Gewächshaus ins All gestartet

Eu:CROPIS – Satellit mit Gewächshaus ins All gestartet

Ein Gewächshaus-Satellit des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR), mit dem der Anbau von Tomaten und anderem Gemüse auf dem Mond oder Mars getestet werden soll, ist erfolgreich ins All gestartet. Das Schwebende Gewächshaus ist am vergangenen Montag im Frachtraum einer Falcon 9 Rakete von der Vandenberg Air Force Base in den USA gestartet. Die Falcon 9 Raketen gehören zu dem erfolgreichsten Privaten Raumfahrtunternehmen SpaceX. Der Satellit wurde in eine erdnahe Umlaufbahn (LEO) in 600 Kilometer Höhe gebracht.

Schwebendes Gewächshaus startet ins all
Der Start der Rakete wurde aus dem Kontrollzentrum des DLR mitverfolgt.

Zwergtomaten im All

Eu:CROPIS steht für „Euglena and Combined Regenerative Organic-Food Production in Space” An Board des Schwebenden Gewächshauses befinden sich zwei biologische Lebenserhaltungssysteme mit Biofilter, Zwergtomatensamen, einzelligen Algen und synthetischem Urin. Die Tomaten sollen im All Keimen, Wachsen und schlussendlich auch reifen. Das Experiment soll Rückschlüsse über das wachsverhalten von Pflanzen geben. Längerfristiges Zeil ist es, Astronauten auf der ISS oder auf Mond– oder Mars Stationen mit Frischen Obst und Gemüse versorgen zu können. 16 Kameras sollen rund um die Uhr aufzeichnen, wie sich die Pflanzen entwickeln.

Schwebendes Gewächshaus wird verpackt.
Der etwa 1 Kubikmeter große Satellit wird für den Flug in den Orbit vorbereitet.

Künstliche Gravitation im All

Um die Verschiedenen Schwerkräfte des Mondes und des Marses zu Simulieren wird sich der Satellit mit 20 Umdrehungen pro Minute für den Mond, und 32 Umdrehungen pro Minute für die Simulation der Schwerkraft auf dem Mars drehen. Ebenfalls an Bord sind einzellige Augentierchen Euglena gracilis, auch Grünalgen genannt. Sie können Sauerstoff produzieren, was vor allem am Anfang des Experiments wichtig sei, wenn die Tomaten erst keimen und noch keinen Sauerstoff über die Photosynthese produzieren, wie das DLR erläutert. Ausserdem können diese Augentierchen das System Entgiften und vor zu hohen Ammoniakkonzentrationen schützen, die auftreten wenn der Biofilter nicht richtig funktioniert.

 

Quelle: DLR

NASA-Chef Bridenstine: dauerhafte Präsenz des Menschen auf dem Mond ist in 10 Jahren Realität

NASA-Chef Bridenstine: dauerhafte Präsenz des Menschen auf dem Mond ist in 10 Jahren Realität

In einem Interview äusserte sich der NASA-Chef Jim Bridenstine zu der geplanten Raumstation Gateway die um den Mond kreisen soll. Laut dem NASA-Chefs wird es in zehn Jahren eine Station geben die es ermöglicht mit einem mehrfach verwendbaren Landeschiff auf dem Mond zu Landen und dann zur Station zurückzukehren. Die neue Station werde international sein, zeigte sich der NASA-Chef überzeugt. Das Zusammenwirken im Weltraum dürfe keine Abhängigkeit eines Partners vom anderen werden,  sondern eine Zusammenarbeit bleiben.

1024px-LOP-G_General_Information