Autor: Tobias

Japanische JAXA startet erfolgreich sieben Satelliten

Japanische JAXA startet erfolgreich sieben Satelliten

Die Japanische Raumfahrtbehörde JAXA startete erfolgreich sieben Satelliten. Mit der Kompaktrakete Epsilon-4 mit dem Technologie-Demonstrator RAPIS-1 und sechs Cubesats an Bord stieg vom Weltraumbahnhof Uchinoura auf. Die Feststoffrakete ist 26 Meter hoch und hat ein Startgewicht von 96 Tonnen. Der erste Start fand 2013 statt.

Erste Kopplung zweier Raumschiffe vor 50 Jahren

Erste Kopplung zweier Raumschiffe vor 50 Jahren

Vor rund 50 Jahren haben sich zum ersten mal in der Geschichte der Menschheit zwei Raumschiffe im All verbunden. Am 16. Januar 1969 trafen sich die sowjetischen Raumschiffe Sojus 4 mit Waldimir Schatalow und Sojus 5 mit Boris Wolynow,  Alexej Jelissejew und Jewgeni Chrunow an Bord im All. Die beiden Raumschiffe näherten sich automatisch bis auf 100 Meter an, danach mussten die Kosmonauten ran. Die Komandeure Wolynow und Schatalow übernahmen die Kontrolle, und konnten die Raumschiffe sicher Verbinden.

„Der Handschlag ist erfolgt!“

In der zweiten Phase des Experiments stiegen Jelissejew und Chrunow durch den freien Weltraum zu Schatalow in Sojus 4 um. Das Manöver dauerte 37 Minuten und wurde im Fernsehen übertragen. Einen Tag später landete das Raumschiff rund 40 Kilometer von der kasachischen Stadt Karaganda entfernt normal in der Steppe.

Start eines iranischen Satelliten fehlgeschlagen

Start eines iranischen Satelliten fehlgeschlagen

Wie Informationsminister Azari Jahromi in Teheran via Twitter mitteilte hat der Satellit Payam (Botschaft) seine vorausberechnete Umlaufbahn nicht erreicht. Der Satellit habe erfolgreich zwei Etappen des Fluges überwunden, doch in der dritten Etappe habe die Geschwindigkeit nicht ausgereicht, um ihn auf die geplante Bahn zu bringen. Der Iran Plant demnächst einen weiteren Satelliten zu starten. Ein genaues Datum wurde nicht geplant.

Der Erste Iranische Satellit

Der erste Iranische Satellit wurde am 30. Jahrestags der islamischen Revolution  (31.02.2009) in den Orbit geschossen. Wie die amtliche iranische Nachrichtenagentur Irna berichtete, hatte Präsident Mahmud Ahmadinedschad selbst den Start des Satelliten mit einer in Iran gebauten Trägerrakete vom Typ „Safir 2“ („Botschafter“) befohlen. Unabhängige US-Quellen hatten damals bestätigt, dass der Satellit und die letzte Stufe der Trägerrakete auf der Erdumlaufbahn geortet worden sind. Als Startzeit wurde allerdings bereits der Montagabend genannt. Der relativ leichte Satellit umkreist innerhalb von 24 Stunden 15 Mal die Erde, und wird Messungen vornehmen.



Der Iran hat im Jahr 2008 sein erstes Raumfahrtzentrum eingeweiht und damit  Ängste bei der internationalen Gemeinschaft geschürt. Den westlichen Staaten zufolge könnte die Technologie zum Transport von Satelliten auch dazu verwendet werden, Atomwaffen abzufeuern. Die Regierung in Teheran weist dies zurück.

NASA-Chef Bridenstine nimmt nach gescheitertem Besuch Rogosins Einladung nach Russland an

NASA-Chef Bridenstine nimmt nach gescheitertem Besuch Rogosins Einladung nach Russland an

Nachdem die Einladung des GK Roskosmos Chef Dmitri Rogosin aufgrund Sanktionen der US Regierung scheiterte, hat nun der NASA Chef Jim Bridenstine eine Einladung nach Russland angenommen. Laut GK Roskosmos sei aber noch kein genauer Termin vereinbart worden. Rogosin darf nicht in die USA einreisen, da er den Sanktionen unterliegt. Mehr dazu hier.

Bei einem Telefongespräch sollen bereits absprachen über die weitere Entwicklung der Zusammenarbeit beider Organisationen bei der Erschließung des Alls stattgefunden haben. Bei der ISS soll weiterhin zusammengearbeitet werden, aber auch eventuell bei Mondprojekten bzw. Forschungssonden.

Dragon-Kapsel erstmals bei Nacht gewassert

Dragon-Kapsel erstmals bei Nacht gewassert

Am 14. januar 2019 ist erstmals ein Dragon Raumfrachter von SpaceX nachts gewassert. Gegen Sonntagabend (Montagmorgen 6.10 Uhr deutscher Zeit) ist der Frachter von der ISS zur Erde zurückgekehrt. Das war das erste mal das ein Dragon Raumfrachter bei Nacht und Mondlicht im Pazifik vor der Küste Kaliforniens,  wasserte. Der eigentlich geplante Rückkehrtermin vor drei Tagen konnte wegen schlechten Wetters im Landegebiet nicht eingehalten werden. Der Frachter hat wissenschaftliche Ergebnisse von Experimenten und ausrangierte Technik an Bord. Der Frachter hatte Anfang Dezember bei der 16. Versorgungsmission von SpaceX ca. 2,6 Tonnen Nachschub an Lebensmitteln, Experimenten und weiteres Verbrauchsmaterial geliefert.

Ein Dragon Raumfrachter im All.
Ein Dragon Raumfrachter im All.
Russisches Weltraumteleskop empfängt keine Kommandos von der Erde mehr

Russisches Weltraumteleskop empfängt keine Kommandos von der Erde mehr

By RIA Novosti archive, image #930415 / Oleg Urusov / CC-BY-SA 3.0, CC BY-SA 3.0, Wikimedia


Das russische Weltraumteleskop Spektr-R empfängt seit drei Tagen keine Komandos von der Erde mehr. Der Direktor des Astrokosmischen Zentrums FIAN Nikolai Kardaschow teilte jedoch mit, das dass Teleskop weiterhin Daten zur Erde Sende. Die Wissenschaftliche Produktionsvereinigung (NPO) Lawotschkin arbeite an der Beseitigung der Störung. Sollte es nicht gelingen,  den bilateralen Kontakt mit dem Teleskop wieder herzustellen,  das seine eigentliche Funktionsdauer schon überschritten habe,  müsse das Projekt Radioastron eingestellt werden,  hieß es weiter.

RadioAstron

RadioAstron, oder auch Spektr-R genannt, ist ein Weltraumteleskop für interferometrische Beobachtungen im Radiobereich. Der Start erfolgte am 18. Juli 2011. Die Vorhergesehene Betriebsdauer lag bei 5 Jahren. Aber wie bei solchen Geräten wurde es auch über die geplante Betriebsdauer weiter betrieben. Das RadioAstron Projekt ist international, mehr als 20 Länder beteiligen sich an dem Projekt. Geführt wird das Projekt von dem Moskauer Astrokosmischen Zentrums am Lebedew-Institut für Physik der russischen Akademie der Wissenschaften.

Chinas Mondrover Chang’e-4 sendet erste Panorama Bilder

Chinas Mondrover Chang’e-4 sendet erste Panorama Bilder

Der Mondrover Jadehase 2 der mit der Chang’e-4 am 03.01.19 auf dem Mond gelandet ist, hat nun ein erstes Panorama Foto zur Erde gesendet. Offiziell hieß es das diese Aufnahme den Wissenschaftlern erlaubt, erste Analysen der Landschaft und des Reliefs im Landegebiet vorzunehmen.

Mond-Rükseite-Panorma
Credit: CNSA

Die Sonde samt Rover war die erste überhaupt die auf der Mondrückseite gelandet ist. Der Rover soll die Mondrückseite Geologisch Untersuchen. China Plant auf dem Mond eine Bemannte Station.

Der Mondrover Jadehase 2.
Russland baut neues Kopplungssystem für die Sojus-Raumschiffe an der ISS

Russland baut neues Kopplungssystem für die Sojus-Raumschiffe an der ISS

Rossijskije kosmitscheskije sistemy (Russische Raumfahrtsysteme) hat ein neues digitales Kopplungssystem für Sojus Raumschiffe entwickelt und erprobt. Das System wird die alten im Russischen Segment der Internationalen Raumstation (ISS) ersetzen. Mit dem sogenannten Kurs-MKP sollen künftig alle bemannten und Frachtraumschiffe ausgerüstet werden.

Moskau, 8. Januar. Die Produktion und Bodentests des neuesten automatisierten Rendezvous-Systems von Kurs-MKP für das Anlegen an die Internationale Raumstation ISS (Space Space) sind abgeschlossen, teilte die russische Holdinggesellschaft Space Systems am Dienstag mit.

„Im abgelaufenen Jahr hat das Forschungsinstitut für Präzisionsinstrumente (in die russische Raumfahrt-Holdinggesellschaft integriert) die Produktion abgeschlossen und die Abnahmetests der neuen digitalen Ausrüstung von Kurs-MKP erfolgreich durchgeführt“, besagte eine auf der Website des Unternehmens veröffentlichte Erklärung.

„Die neuen Geräte übertreffen die derzeit auf der ISS funktionierenden Geräte hinsichtlich Genauigkeit und Energieeffizienz deutlich“, sagte sie.

Das Kurs-MKP-System besteht aus eigenständigen Modulen, so dass der unterbrechungsfreie Betrieb des Systems sowohl in unter Druck stehenden Abschnitten einer Orbitalstation als auch bei möglichem Druckabfall gewährleistet werden kann. Das neue System sei leichter und verbrauche nur ein Drittel der Energie des analogen Vorgängers Kurs-NA. Das alte System ist seit 1986 im Einsatz und wurde ursprünglich in der Ukraine gefertigt. Seit 2002 besteht es größtenteils aus russischen Bauteilen mit ukrainischen Zulieferungen.

Derzeit benutzen die russischen Fracht- und bemannten Raumfahrzeuge das Kurs-NA-System, um an die ISS anzudocken.

Wie funktioniert das Andocken?

Derzeit werden zwei Verschiedene Systeme hauptsächlich genutzt um Raumfahrzeuge an der ISS anzukoppeln. Die Verschiedenen Mechanismen kommen entweder aus den USA oder aus Russland. Vorgänger dieser Methoden wurde schon zu Apollo Zeiten benutzt.

SSWP G4000

Das SSWP Kopplugssystem wurde für die Kopplung der Sojus-Raumschiffe mit den Saljut-Stationen entwickelt und besteht aus einem aktiven und passiven Teil.

SSWP G4000 Dockingsystem
Kopplungssystem: rechts der aktive und links der passive Part, bis heute im Einsatz. Der Aktive Teil befindet sich an den Sojus Raumschiffen.

SSWP G4000 Andockmanöver
Rechts der Passive Teil an dem Russischen Modul Pirs. Links: Der Aktive Teil an einem Progress Raumfrachter.

CBM

Das „Common Berthing Mechanism“  ist mit 127 cm Durchmesser auch für große Frachtstücke geeignet. Er verbindet die US-amerikanischen Teile der ISS und wurde zum Andocken mit dem Multi-Purpose Logistics Module verwendet. Jetzt nutzen das japanische HTV-Versorgungsraumschiff, die Dragon und die Cygnus diesen Mechanismus.

Common_Berthing_Mechanism_labels_removed

US-Astronauten für nächste ISS-Mission kommen im Januar ins Sternenstädtchen bei Moskau

US-Astronauten für nächste ISS-Mission kommen im Januar ins Sternenstädtchen bei Moskau

Die US-Astronauten Nick Hague und Christina Koch kommen noch im Januar ins Kosmonautenausbildungszentrum (ZPK)  Juri Gagarin im Sternenstädtchen bei Moskau,  teilte ihr russischer Kommandant Alexej Owtschinin am Sonntag mit. Owtschinin und Hague waren bereits am 11. Oktober zur ISS unterwegs. Wegen eines Sensorschadens an der Sojus-FG-Trägerrakete mussten sie aber mit Sojus MS-10 notlanden.

anti-russische Lobby verhindert Besuch des Roskosmos Chef Dmitri Rogosin

anti-russische Lobby verhindert Besuch des Roskosmos Chef Dmitri Rogosin

Dmitri Rogosin, der Chef der russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos, darf die USA nicht besuchen. Nasa-Chef Jim Bridenstine, der Rogosin im Oktober zu einem Vortrag an der Rice-Universität in Texas eingeladen hatte, schickte ihm eine Absage. Mehrere US-Senatoren hatten diese Absage gefordert, weil Rogosin den Sanktionen unterliegt, die die USA, Europa und andere Staaten gegen russische Politiker verhängt haben, die in die Annektion der Krim Anfang 2014 verwickelt waren. Rogosin war seinerzeit stellvertretender Ministerpräsident und für die Militär- und Raumfahrtindustrie zuständig. Der NASA Chef Jim Bridenstine und Dmitri Rogosin haben sich erstmals am 11. Oktober zum Start einer neuen Besatzung für die Internationale Raumfahrtstation getroffen – der start endete mit dem Absturz der Rakete und der Notlandung des Raumschiffes Sojus MS-10. Bei eben diesem Treffen hat der NASA Chef den Roskosmos Chef zu diesem Vortrag eingeladen, dafür hatte das US-Finanzministerium das Einreiseverbot aufgehoben.

Eigentlich war die ISS, und damit die Raumfahrt an sich immer ein Zeichen für eine Internationale Zusammenarbeit, selbst unter Ländern, unter denen es Spannungen gibt. Jetzt wird aber auch diese Zusammenarbeit in der Forschung durch die Sanktionen gestört.