Kategorie: ESA

Space-X soll Bundeswehr-Satelliten ins All bringen

Space-X soll Bundeswehr-Satelliten ins All bringen

Die Bundeswehr möchte in den kommenden Jahren drei Spionage-Satelliten des Typs Sarah ins all Schiessen. Es hat für Diskussion gesorgt, dass die US Amerikanische Firma SpaceX die Satelliten starten soll, und nicht die europaeigene Ariane 6 Rakete verwendet wird. Der Hersteller der europäischen Ariane-Rakete klagt derweil über mangelnde Auslastung. Die Opposition hält es für Steuerverschwendung, wenn Satelliten von einer US-Firma transportiert werden. Die Bundesregierung will prüfen, ob dies zukünftig ausgeschlossen werden kann.

Ariane 6 Rakete in der ausführung 62 und 64
Ariane 6 Rakete | Von SkywalkerPLCC BY 3.0

Um die Sicherheit der Satelliten zu gewährleisten werden vermutlich Feldjäger die Satelliten bis zur Startrampe des US-Raketenherstellers Space-X in Florida oder Kalifornien begleiten. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der FDP-Fraktion hervor. Es wird nähnlich ein Sicherheitsrisiko vermutet wenn man die Satelliten aus den USA Startet. Zudem klagt der Hersteller der Ariane Rakete, die deutsch-französische Ariane Group, über zu wenige öffentliche Aufträge für die neue Ariane 6. Bisher haben die Mitgleidstaaten der ESA rund 3 Milliarden Euro in das Projekt gesteckt, um in Zukunft mit der deutlich billigeren Falcon 9 Rakete von SpaceX konkurieren zu können. Dass dies mit der veralteten Ariane 5 nicht geht, wird ausgerechnet von deutschen Institutionen wie der Bundeswehr oder dem Zentrum für Luft- und Raumfahrt DLR bewiesen, die aus Kostengründen lieber mit Space-X fliegen anstatt mit der steuerfinanzierten Ariane.

Der offene Markt in Europa erlaubt dies. Die FDP sieht darin eine Verschwendung von Steuergeld und will dies stoppen – notfalls auch mit sicherheitspolitischen Bedenken. Es wurden bedenken geäussert das Geheimdienste der USA die Satelliten untersuchen könnten und so das neue Radar-Aufklärungssystem ausspionieren oder gar sabotieren könnten. Das Bundeswirtschaftsministerium antwortet, dass eine solche Untersuchung durch „außereuropäische Experten“ vor dem Start „grundsätzlich nicht möglich“ sei. Schließlich würden die Satelliten im Ausland durch den Hersteller respektive „die Feldjäger der Bundeswehr“ bewacht, wie Wirtschaftsstaatssekretär Ulrich Nußbaum erläutert.

Die Hersteller der Satelliten, OHB und Airbus müssen als Transporteur den günstigsten Anbieter nehmen, obwohl beide über die jeweiligen Töchter Ariane Group und MT Aerospace auch die Ariane bauen. Dass die Bundesregierung einen Start der Spionagesatelliten von den USA aus nicht als Sicherheitsrisiko einstuft, ist übrigens wenig verwunderlich: Das Sarah-Vorgängersystem Sar-Lupe ist vor gut zehn Jahren von Russland aus ins All geschossen worden.

ESA-Chef Wörner schlägt Pesquet für zweiten Flug zur ISS vor

ESA-Chef Wörner schlägt Pesquet für zweiten Flug zur ISS vor

Der ESA Chef Johann-Dietrich Wörner hat vorgeschlagen den Franzosen Thomas Pesquet für einen zweiten Flug Ende 2020/Anfang 2021 zur Internationalen Raumstation ISS zu schicken. Die Formelle Entscheidung werden die Mitgliedstaaten zu gegebener Zeit treffen. Thomas Pesquet hatte bereits 2016/17 einen 197-Tägigen Aufenthaltz auf der ISS. Er ist der 10. Franzose im All.

Thomas Pesquet

Thomas_Pesquet_2016Thomas Pesquet wurde am 27. Februar 1978 in Rouen, Frankreich geboren. Nach dem Abitur 1996 in Dieppe am Lycée Ango und einem Vorbereitungsstudium am Lycée Pierre-Corneille seiner Heimatstadt begann Pesquet ein Studium in Mechanik für Raumfahrtsysteme und Raumflugkörper an der École Nationale Supérieure de l’Aéronautique et de l’Espace in Toulouse, Frankreich. 2001 beendete er sein Studium mit dem Master.

Er ist das Jüngste Mitglied  Europäischen Astronautenkorp. Pesquet konnte sich beim Auswahlverfahren der ESA gegen 8413 andere Bewerber durchsetzen und wurde am 20. Mai 2009 als einer von sechs neuen Astronauten der Öffentlichkeit vorgestellt. Seine Ausbildung im Europäischen Astronautenzentrum (EAC) in Köln begann Thomas Pesquet Anfang September 2009. Der offizielle Abschluss der Grundausbildung und die Ernennung zum Astronauten erfolgte am 22. November 2010 bei einer offiziellen Zeremonie im EAC in Köln.

Rogosin beschwört Zusammenhalt der Raumfahrtagenturen

Rogosin beschwört Zusammenhalt der Raumfahrtagenturen

Der Chef der russischen Raumfahrt Behörde, Dmitri Rogosin, hat bekannt gegeben, dass er der Meinung sei, das die Raumfahrtargenturen besser zusammenarbeiten sollen. Die Beziehungen zwischen Roskosmos, der NASA, und der ESA sollen gefestigt werden, und den „kapriziösen politischen Konjunktur“ widerstehen. Die ISS erhalte einen neuen Charakter und eine neue Bestimmung,  betonte Rogosin. Die Arbeit der Besatzungen werde sich in der Perspektive in immer größerer Entfernung von der Erde vollziehen, etwa auf dem Mond.

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Die Mondbasis der Zukunft.

Zudem ist Russlands Premier Dmitri Medwedjew mit der Raumfahrt hart ins Gericht gegangen. Er sagte man müsse damit aufhören,  darüber zu reden, „wohin wir 2030 fliegen“, sondern arbeiten und mehr für die Kommerzialisierung der Branche und für die Erhöhung des Anteils des Landes am internationalen Markt tun,  sagte er am Mittwoch in Gorki auf einer Sitzung des Ministerrates zur Entwicklung des Raumfahrtstaatskonzerns Roskosmos. Vizepremier Juri Borissow teilte mit, dass Präsident Wladimir Putin den Auftrag gegeben habe, im Februar die Grundlagen für die künftige Weltraumpolitik und damit für die Strategie des Bereichs für einen langen Zeitraum zu präzisieren.

Start eines iranischen Satelliten fehlgeschlagen

Start eines iranischen Satelliten fehlgeschlagen

Wie Informationsminister Azari Jahromi in Teheran via Twitter mitteilte hat der Satellit Payam (Botschaft) seine vorausberechnete Umlaufbahn nicht erreicht. Der Satellit habe erfolgreich zwei Etappen des Fluges überwunden, doch in der dritten Etappe habe die Geschwindigkeit nicht ausgereicht, um ihn auf die geplante Bahn zu bringen. Der Iran Plant demnächst einen weiteren Satelliten zu starten. Ein genaues Datum wurde nicht geplant.

Der Erste Iranische Satellit

Der erste Iranische Satellit wurde am 30. Jahrestags der islamischen Revolution  (31.02.2009) in den Orbit geschossen. Wie die amtliche iranische Nachrichtenagentur Irna berichtete, hatte Präsident Mahmud Ahmadinedschad selbst den Start des Satelliten mit einer in Iran gebauten Trägerrakete vom Typ „Safir 2“ („Botschafter“) befohlen. Unabhängige US-Quellen hatten damals bestätigt, dass der Satellit und die letzte Stufe der Trägerrakete auf der Erdumlaufbahn geortet worden sind. Als Startzeit wurde allerdings bereits der Montagabend genannt. Der relativ leichte Satellit umkreist innerhalb von 24 Stunden 15 Mal die Erde, und wird Messungen vornehmen.



Der Iran hat im Jahr 2008 sein erstes Raumfahrtzentrum eingeweiht und damit  Ängste bei der internationalen Gemeinschaft geschürt. Den westlichen Staaten zufolge könnte die Technologie zum Transport von Satelliten auch dazu verwendet werden, Atomwaffen abzufeuern. Die Regierung in Teheran weist dies zurück.

Bremer Raumfahrt kämpft um Milliardenaufträge

Bremer Raumfahrt kämpft um Milliardenaufträge

In diesem Jahr wird die ESA (European Space Agency) viele Entscheidungen Treffen. Von diesen Entscheidungen sind auch Deutsche Unternehmen betroffen, vor allen dingen am Standort Bremen.

Derzeit wird beim Bremer Raumfahrtunternehmen OHB unter anderem an „Georg“ gebaut. Viel ist über das Projekt nicht bekannt, handelt es sich doch um einen Spionagesatelliten für den Bundesnachrichtendienst (BND). Der Start ist erst für das Jahr 2022 vorgesehen, aber Satelliten werden lange geplant, schließlich müssen Sie annähernd Perfekt sein.

Ariane 6 Rakete in der ausführung 62 und 64
Von SkywalkerPL – Eigenes Werk, CC BY 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=40791699

Die eigentliche Frage ist aber, mit welcher Rakete der Spionage Satellit ins All geschickt wird. Wird es die Ariane 6 Rakete der ESA oder beauftragt der BND SpaceX? Wenn sich der BND für die Europa Rakete Ariane 6 entscheidet, profitiert auch davon der Bremer Standort der Ariane Group, an dem die Oberstufe für die neue Trägerrakete entwickelt und gebaut wird. Gleiches gilt für die OHB-Tochter MT Aerospace: In Bremen werden die bei MT Aerospace in Augsburg gefertigten Tankböden und Zylinderpanele zu einem Treibstofftank für die Oberstufe zusammengefügt.

 

Bis jetzt sind noch keine Details über eventuelle Startkosten bekannt, aber Frankreich möchte die Rakete möglichst billig nach dem Baukasten Prinzip bauen. Ein Start bei SpaceX kostet derzeit ca. 62 Millionen US-Dollar, während ein Start der aktuellen Ariane 5 Rakete rund 180 Millionen Dollar kostet.

Es geht um Geld

Auf der ESA Konferenz wird beschlossen welche Projekte gefördert werden. Damit auf keinen fall ein Land leer ausgeht, arbeitet die ESA mit dem sogenannten Geo-Return – je nachdem, wie viel Geld ein Land in eines der Esa-Programme gibt, erhält es entsprechende Aufträge für die heimische Industrie. Bei der letzten Esa-Konferenz 2016 wurden insgesamt 10,3 Milliarden Euro verteilt. Davon stellt allein Deutschland 2 Milliarden bereit, und war neben Frankreich einer der Stärksten Beitragszahler.

2019 wird ein Wichtiges Raumfahrtjahr

Auf der Esa-Ministerratskonferenz werden die Weichen für aktuelle und künftige Missionen gestellt. Dabei stehen vor allen dingen nützliche Programme im Vordergrund. Wichtige Themen sind die Erdbeobachtung, hier vor allem die europäische Satellitenmission Copernicus, und die Asteroidenabwehrmission Hera.

Alexander Gerst und Crew kehren nach 197-tägiger Mission im Weltraum zur Erde zurück

Alexander Gerst und Crew kehren nach 197-tägiger Mission im Weltraum zur Erde zurück

Drei Mitglieder der Expedition 57 der Internationalen Raumstation, darunter die NASA-Astronautin Serena Auñón-Kanzlerin, kehrten am Donnerstag zur Erde zurück und landeten sicher um 12:02 Uhr EST (11:02 Uhr Ortszeit) in Kasachstan.

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Auñón-Chancellor und ihre Crewmitglieder, Expedition 57 Kommandant Alexander Gerst von der ESA (Europäische Weltraumorganisation) und Sojus-Kommandant Sergey Prokopyev, starteten am 6. Juni und kamen zwei Tage später in der Raumstation an, um ihre Mission zu beginnen. In 197 Tagen umkreisten sie 3.152 Mal die Erde und legten 83,3 Millionen Meilen zurück.
In den letzten 16 Tagen ihrer Mission wurde Auñón-Chancellor von der NASA-Astronautin Anne McClain begleitet, das war erste Mal, dass die beiden einzigen US-Astronauten auf einer Mission Frauen waren.

Die Crew der Expedition 57 trug zu Hunderten von Experimenten in Biologie, Biotechnologie, Physik und Geowissenschaften an Bord des Weltklasse-Labors im Orbit bei. Höhepunkte waren Untersuchungen zu neuen Krebsbehandlungsmethoden und Algenwachstum im Weltraum. Die Crew installierte auch eine neue Life Sciences Glovebox, einen geschlossenen Arbeitsbereich für Life-Science- und Technologieuntersuchungen, der zwei Astronauten aufnehmen kann.

Dies war der erste Flug für Auñón-Chancellor und Prokopyev und der zweite für Gerst, der mit insgesamt 362 Tagen im Orbit nun den Flugdauerrekord unter den ESA-Astronauten hält.
Prokopyev absolvierte zwei Weltraumspaziergänge von insgesamt 15 Stunden und 31 Minuten. Während eines 7-stündigen, 45-minütigen Weltraumspaziergangs am 11. Dezember holten er und Oleg Kononenko von Roscosmos Patch-Proben und machten digitale Bilder von einer Reparatur am Wohnmodul der Sojus MS-09, in der das Trio Expedition 57 nach Hause fuhr. Die Raumstationsbesatzung lokalisierte und reparierte innerhalb weniger Stunden nach ihrer Entdeckung im August ein kleines Loch im Inneren der Sojus. Das Raumschiff wurde gründlich überprüft und als sicher für die Rückkehr zur Erde angesehen.

Als die Sojus um 20:40 Uhr am 19. Dezember abdockte, begann die Expedition 58 an Bord der Station, mit McClain, David Saint-Jacques von der kanadischen Raumfahrtbehörde und Kononenko mit einer dreiköpfigen Besatzung. Die nächsten Bewohner der Raumstation – Nick Hague und Christina Koch von der NASA und Alexey Ovchinin von Roscosmos – werden am 28. Februar vom Kosmodrom Baikonur in Kasachstan starten, um sich ihren Besatzungsmitgliedern anzuschließen, was den Beginn der Expedition 59 markiert.
Seit mehr als 18 Jahren leben und arbeiten Menschen kontinuierlich an Bord der Station, indem sie wissenschaftliche Erkenntnisse weiterentwickeln und neue Technologien demonstrieren, Forschungsdurchbrüche ermöglichen, die auf der Erde nicht möglich sind und die eine langfristige menschliche und robotische Erforschung des Weltraums ermöglichen. Weltweit haben mehr als 230 Menschen aus 18 Ländern das einzigartige Mikrogravitationslabor besucht, in dem mehr als 2.400 Forschungsuntersuchungen von Forschern aus mehr als 103 Ländern durchgeführt wurden.

Eu:CROPIS – Satellit mit Gewächshaus ins All gestartet

Eu:CROPIS – Satellit mit Gewächshaus ins All gestartet

Ein Gewächshaus-Satellit des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR), mit dem der Anbau von Tomaten und anderem Gemüse auf dem Mond oder Mars getestet werden soll, ist erfolgreich ins All gestartet. Das Schwebende Gewächshaus ist am vergangenen Montag im Frachtraum einer Falcon 9 Rakete von der Vandenberg Air Force Base in den USA gestartet. Die Falcon 9 Raketen gehören zu dem erfolgreichsten Privaten Raumfahrtunternehmen SpaceX. Der Satellit wurde in eine erdnahe Umlaufbahn (LEO) in 600 Kilometer Höhe gebracht.

Schwebendes Gewächshaus startet ins all
Der Start der Rakete wurde aus dem Kontrollzentrum des DLR mitverfolgt.

Zwergtomaten im All

Eu:CROPIS steht für „Euglena and Combined Regenerative Organic-Food Production in Space” An Board des Schwebenden Gewächshauses befinden sich zwei biologische Lebenserhaltungssysteme mit Biofilter, Zwergtomatensamen, einzelligen Algen und synthetischem Urin. Die Tomaten sollen im All Keimen, Wachsen und schlussendlich auch reifen. Das Experiment soll Rückschlüsse über das wachsverhalten von Pflanzen geben. Längerfristiges Zeil ist es, Astronauten auf der ISS oder auf Mond– oder Mars Stationen mit Frischen Obst und Gemüse versorgen zu können. 16 Kameras sollen rund um die Uhr aufzeichnen, wie sich die Pflanzen entwickeln.

Schwebendes Gewächshaus wird verpackt.
Der etwa 1 Kubikmeter große Satellit wird für den Flug in den Orbit vorbereitet.

Künstliche Gravitation im All

Um die Verschiedenen Schwerkräfte des Mondes und des Marses zu Simulieren wird sich der Satellit mit 20 Umdrehungen pro Minute für den Mond, und 32 Umdrehungen pro Minute für die Simulation der Schwerkraft auf dem Mars drehen. Ebenfalls an Bord sind einzellige Augentierchen Euglena gracilis, auch Grünalgen genannt. Sie können Sauerstoff produzieren, was vor allem am Anfang des Experiments wichtig sei, wenn die Tomaten erst keimen und noch keinen Sauerstoff über die Photosynthese produzieren, wie das DLR erläutert. Ausserdem können diese Augentierchen das System Entgiften und vor zu hohen Ammoniakkonzentrationen schützen, die auftreten wenn der Biofilter nicht richtig funktioniert.

 

Quelle: DLR

Die Internationale Raumstation feiert 20. Jubiläum

Die Internationale Raumstation feiert 20. Jubiläum

Erste Pläne für eine große internationale Raumstation gab es in den 1980er Jahren unter den Namen Freedom oder Alpha. Seit 1998 befindet sich die ISS im Bau. Seit dem 2. November 2000 ist die ISS dauerhaft von Astronauten bewohnt.

Aufbau der ISS

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Sarja war das erste Modul der ISS.  Credit: NASA

Am 20. November 1998 wurde das erste russische Modul der ISS mit dem Namen „Sarja“ („Morgenröte“) ins All geschossen, mittlerweile ist sie so groß wie ein Fußballfeld. Zwei Wochen später kam mit der Space-Shuttle-Mission STS-88 der erste Verbindungsknoten Unity (Node 1) ins All und wurde mit Sarja verbunden.

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Der Verbindungsknoten Unity. Credit: NASA

Dieser Verbindugsknoten verbindet den Russischen mit dem Amerikanischen teil. Im Sommer 2000 das russische Wohnmodul Swesda gestartet, es wurde ebenfalls von einer Proton-Rakete gestartet und dockte automatisch am Sarja-Modul an.

Im Oktober 2000 wurde mit der Mission STS-92 das erste Gittersegment, genannt Integrated Truss Structure Z1, zur Station gebracht. Es sollte vorübergehend als Verbindungsstück zwischen einem Solarzellenträger und dem bewohnten Teil der ISS dienen.

ISS_Zvezda_module
Das Russiche Swesda Modul war das erste Wohnmodul der Iss. Auf dem Bild mit Angedockter Sojus Kapsel zu sehen.

Als nächstes wurde das erste von vier großen Solar-modulen zur Station gebracht. Mit dieser Mission wurde der Aufbau bemannt fortgesetzt. Nach dem Solar-Modul das anfangs fast die ganze Energie der Station Produzierte, wurde am 7. Feburar 2001 das US-amerikanische Labormodul Destiny zur Station gebracht und an Unity ( Verbindugsknoten) angedockt.

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Das Amerikanische Forschungsmodul Desteny.

Nach weiteren Flügen wurden nach und nach der erste Roboterarm der Station, Canadarm2, sowie die US-Luftschleuse Quest angeliefert.

Roboterarm Canadarm2 und Luftschleuse Quest
Links, der erste Roboterarm Canadarm2 und rechts die Luftschleuse Quest.

Erst durch diese Schleuse konnte die Astronauten unabhängig eines Space Shuttles die Station verlassen. Am 14. September 2001 folgte dann das russische Kopplungsmodul Pirs, das sowohl zum Andocken von Sojus- und Progress-Raumschiffen als auch für Ausstiege in russischen Raumanzügen genutzt wurde. Das europäische Forschungsmodul Columbus wurde am 11. Februar 2008 an der ISS installiert, am 3. Juni 2008 folgte dann die Installation des japanischen Hauptmoduls Kibō.

Das japanischen Hauptmoduls Kibō
Das japanischen Hauptmoduls Kibō nach dem Bau auf der Erde.

Hier gibt es ein drehbares 3D Modell der Raumstation.

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Das Ende der ISS

Am 8. Januar 2014 gab die NASA bekannt, dass die Station nach Absprache mit den internationalen Partnern bis mindestens 2024 weiter betrieben werden soll. Am 24. Februar 2015 gab Roskosmos bekannt, bis ca. 2024 die ISS weiterzubetreiben und danach mit den bestehenden russischen Modulen eine eigene Raumstation aufbauen zu wollen. Technisch wäre ein Betrieb der ISS bis 2028 denkbar.

 

Dritter Europäischer Wettersatellit MetOp-C startet im November

Dritter Europäischer Wettersatellit MetOp-C startet im November

Der Start des, dritten und letzten EUMETSAT-Satelliten aus der derzeitigen Baureihe polarumlaufender Wettersatelliten ist für die frühen Morgenstunden des kommenden Tags von Europas Raumflughafen Kourou in Französisch-Guayana aus geplant. Die MetOp-Satelliten sind entscheidend für die Genauigkeit von Wettervorhersagen. Der Satellit wird zur überwachung der Atmosphäre, Dürrenperioden und abschmelzen der Eisdecke des Nordpolarmeeres eingesetzt.

Das MetOp-Programm ist ein Gemeinschaftsvorhaben von EUMETSAT und ESA, wobei die ESA für die Beschaffung der Satelliten im Auftrag von EUMETSAT verantwortlich zeichnet.

BepiColombo – Auf dem Weg zum Merkur

BepiColombo – Auf dem Weg zum Merkur

Am 20. Oktober startete die BepiColombo Sonde an Board einer Ariane-5-Trägerrakete, von Europas Raumflughafen Kourou aus, zu ihrer spannenden Mission zur Erforschung der Geheimnisse des innersten Planeten unseres Sonnensystems. Die BepiColombo Sonde ist ein gemeinsames Projekt der ESA und JAXA (Japan Aerospace Exploration Agency).

Die Mission des BepiColombo

BepiColombo besteht eigentlich aus zwei Sonden, dem Merkur-Planetenorbiter der ESA (MPO) , und dem Merkur-Magnetosphären-Orbiter der JAXA (MMO), die beiden Orbiter werden von dem Merkur-Transfermodul (MTM) der ESA zum Merkur befördert. Das MTM bezieht seine Energie aus solarelektrischem Antrieb, und aus der Schwerkraft von Planeten. Die Sonde wird einmal an der Erde, zweimal an der Venus und sechsmal am Merkur vorbeifliegen, bevor es Ende 2025 seinen endgültigen Orbit erreichen wird. Während der Flüge an der Venus vorbei werden die Instrumente für Messungen genutzt werden.

„BepiColombo ist eine der komplexesten interplanetaren Missionen, die wie je in Angriff genommen haben“

Damit der nächste Planet der Sonne erreicht werden kann, muss die Sonde ununterbrochen bremsen, um einen kontrollierten Fall Richtung Sonne zu gewährleisten.Die Ionentriebwerke leisten über einen langen Zeitraum nur geringen Schub.

„Eine der größten Herausforderungen ist die gewaltige Schwerkraft der Sonne, wegen der es schwierig ist, ein Raumfahrzeug in eine stabile Umlaufbahn um den Merkur einzubringen.“

BepiColombo
Beide Sonden, zusammengebaut. / ESA

Premieren der Technik

Die Sonde wird hoffentlich einige Premieren, im bezug auf die extremen Temperaturunterschiede, feiern. Das Raumfahrzeug wird Temperaturen von -180 bis über 450°C ausgesetzt sein. Viele der Mechanismen und äußeren Beschichtungen der Raumfahrzeuge wurden noch nie unter solchen Bedingungen getestet. Die Solarzellenflügel des Transfermoduls müssen durch drehung in den richtigen Winkel gebracht werden, um Strahlenschäden vermeiden, gleichzeitig jedoch genug Energie für die Raumfahrzeuge liefern zu können.

Der MPO der ESA wird, dank seines breiten Radiators in der lage sein, effizient Abwärme der Systeme abzuleiten und die Wärme des Planeten zu reflektieren.

Ankunft am Merkur

Einige Monate vor der Ankunft am Merkur wird das Transfermodul abgetrennt, und die beiden Forschungssonden werden – nach wie vor miteinander verbunden – weiterfliegen, bis sie vom Schwerefeld des Merkur erfasst werden. Ihre Flughöhe wird mithilfe der Triebwerke des MPO verändert, bis die gewünschte elliptische polare Umlaufbahn des MMO erreicht ist. Anschließend wird sich der MPO abtrennen und unter Nutzung seiner Triebwerke auf seine eigene Umlaufbahn absteigen.

Die beiden Orbiter werden gemeinsam Messungen vornehmen, die Aufschluss über den inneren Aufbau des Planeten, die Beschaffenheit seiner Oberfläche und die Entwicklung geologischer Eigenschaften – darunter Eis in den im Schatten liegenden Kratern – sowie die Wechselwirkung zwischen dem Planeten und dem Sonnenwind geben werden.