Kategorie: JAXA

Mondbasis Gateway: Angeblich möchte Japan einsteigen

Mondbasis Gateway: Angeblich möchte Japan einsteigen

Es gibt Gerüchte die besagen das Japan an der Amerikanisch-russischen Raumstation Lunar Orbital Platform-Gateway mitwirken möchte. Die geplante Station soll entweder den Mond Umkreisen und mit ihm um die Erde, oder hinter dem Mond am äußeren Lagrange-Punkt L2 positioniert werden, einem Ort hinter dem Mond, der einen Erdorbit synchron zum Mond bietet.

Laut der Zeitung Sankei Shimbun sei Japan bereit ein Raumschiff für den Transport von Nutzlasten und Menschen auf den Erdtrabanten zu entwickeln. Diese Mondstation soll nicht wie etwa die ISS dauerhaft bewohnt sein, sondern z.B. als zwischen Station für Flüge zum Mars dienen. Ausserdem sollen auch Technologien die auf dem Mars verwendet werden könnten dort getestet werden.

Blick auf den Mond von der iss
Ein Blick auf den Mond von der ISS aus. (Credit: Alexander Gerst)

Quelle: www.gerhardkowalski.com

Japanische Rückkehrkapsel mit Eiweißkristalen erfolgreich im Pazifik gewassert

Japanische Rückkehrkapsel mit Eiweißkristalen erfolgreich im Pazifik gewassert

Bild: Alexander Gerst / Flickr


Eine Japanische Rückkehrkaspel ist erfolgreich im Pazifik gewassert. Die rund 180 kg Schwere Kapsel wurde von dem Frachtraumschiff Kounotori 7 (HTV7) in ca. 300km höhe ausgesetzt worden, und 40 Minuten später am Fallschirm niedergegangen. Der Frachter hatte Ende September 6,2 Tonnen Nachschub auf die Umlaufbahn gebracht und war Mitte der Woche wieder abgekoppelt worden.

In der Rückkehrkapsel befanden sich Eiweißkristallen, die auf der Internationalen Raumstation ISS gezüchtet wurden.  Die Japanische Japan Aerospace Exploration Agency JAXA teilte mit das es das erste mal sei das solches Material zurück auf die Erde geholt werden würde. Solche Kristale werden in der Pharmazie verwendet.

Warum werden Einweißkristalle auf der ISS gezüchtet?

Diese Proteinkristalle lassen sich unter Mikrogravitationsbedingungen leichter züchten. Dementsprechend wurden und werden auf der ISS verschiedene solche Experimente durchgeführt. Man braucht Proteine jedes Mal dann in Kristallform, wenn die Proteinstruktur ermittelt werden soll, meist mit Röntgenstrukturanalyse. Ohne die Struktur eines Proteins zu kennen, können keine Medikamente entwickelt werden, die das Protein oder Enzym beeinflussen.

Nach der Freilassung drang die Kapsel ungefähr 100 km über dem japanischen Archipel in die Atmosphäre ein und behielt ihre Orientierung bei. Dann landete die Kapsel abgebremst von einem Fallschirm gegen 7:05 im Meer.

Japanische rückkerhkapsel
Quelle: Alexander Gerst / Flickr Die Japanische Rückkehrkapsel auf dem Weg zur Erde.

Quelle: Gerhardkowalski.com / Raumfaherer.net

BepiColombo – Auf dem Weg zum Merkur

BepiColombo – Auf dem Weg zum Merkur

Am 20. Oktober startete die BepiColombo Sonde an Board einer Ariane-5-Trägerrakete, von Europas Raumflughafen Kourou aus, zu ihrer spannenden Mission zur Erforschung der Geheimnisse des innersten Planeten unseres Sonnensystems. Die BepiColombo Sonde ist ein gemeinsames Projekt der ESA und JAXA (Japan Aerospace Exploration Agency).

Die Mission des BepiColombo

BepiColombo besteht eigentlich aus zwei Sonden, dem Merkur-Planetenorbiter der ESA (MPO) , und dem Merkur-Magnetosphären-Orbiter der JAXA (MMO), die beiden Orbiter werden von dem Merkur-Transfermodul (MTM) der ESA zum Merkur befördert. Das MTM bezieht seine Energie aus solarelektrischem Antrieb, und aus der Schwerkraft von Planeten. Die Sonde wird einmal an der Erde, zweimal an der Venus und sechsmal am Merkur vorbeifliegen, bevor es Ende 2025 seinen endgültigen Orbit erreichen wird. Während der Flüge an der Venus vorbei werden die Instrumente für Messungen genutzt werden.

„BepiColombo ist eine der komplexesten interplanetaren Missionen, die wie je in Angriff genommen haben“

Damit der nächste Planet der Sonne erreicht werden kann, muss die Sonde ununterbrochen bremsen, um einen kontrollierten Fall Richtung Sonne zu gewährleisten.Die Ionentriebwerke leisten über einen langen Zeitraum nur geringen Schub.

„Eine der größten Herausforderungen ist die gewaltige Schwerkraft der Sonne, wegen der es schwierig ist, ein Raumfahrzeug in eine stabile Umlaufbahn um den Merkur einzubringen.“

BepiColombo
Beide Sonden, zusammengebaut. / ESA

Premieren der Technik

Die Sonde wird hoffentlich einige Premieren, im bezug auf die extremen Temperaturunterschiede, feiern. Das Raumfahrzeug wird Temperaturen von -180 bis über 450°C ausgesetzt sein. Viele der Mechanismen und äußeren Beschichtungen der Raumfahrzeuge wurden noch nie unter solchen Bedingungen getestet. Die Solarzellenflügel des Transfermoduls müssen durch drehung in den richtigen Winkel gebracht werden, um Strahlenschäden vermeiden, gleichzeitig jedoch genug Energie für die Raumfahrzeuge liefern zu können.

Der MPO der ESA wird, dank seines breiten Radiators in der lage sein, effizient Abwärme der Systeme abzuleiten und die Wärme des Planeten zu reflektieren.

Ankunft am Merkur

Einige Monate vor der Ankunft am Merkur wird das Transfermodul abgetrennt, und die beiden Forschungssonden werden – nach wie vor miteinander verbunden – weiterfliegen, bis sie vom Schwerefeld des Merkur erfasst werden. Ihre Flughöhe wird mithilfe der Triebwerke des MPO verändert, bis die gewünschte elliptische polare Umlaufbahn des MMO erreicht ist. Anschließend wird sich der MPO abtrennen und unter Nutzung seiner Triebwerke auf seine eigene Umlaufbahn absteigen.

Die beiden Orbiter werden gemeinsam Messungen vornehmen, die Aufschluss über den inneren Aufbau des Planeten, die Beschaffenheit seiner Oberfläche und die Entwicklung geologischer Eigenschaften – darunter Eis in den im Schatten liegenden Kratern – sowie die Wechselwirkung zwischen dem Planeten und dem Sonnenwind geben werden.