Kategorie: NASA

Die NASA , englisch National Aeronautics and Space Administration, deutsch Nationale Aeronautik- und Raumfahrtbehörde) ist die 1958 gegründete zivile US-Bundesbehörde für Raumfahrt und Flugwissenschaft.

NASA-Chef Bridenstine: dauerhafte Präsenz des Menschen auf dem Mond ist in 10 Jahren Realität

NASA-Chef Bridenstine: dauerhafte Präsenz des Menschen auf dem Mond ist in 10 Jahren Realität

In einem Interview äusserte sich der NASA-Chef Jim Bridenstine zu der geplanten Raumstation Gateway die um den Mond kreisen soll. Laut dem NASA-Chefs wird es in zehn Jahren eine Station geben die es ermöglicht mit einem mehrfach verwendbaren Landeschiff auf dem Mond zu Landen und dann zur Station zurückzukehren. Die neue Station werde international sein, zeigte sich der NASA-Chef überzeugt. Das Zusammenwirken im Weltraum dürfe keine Abhängigkeit eines Partners vom anderen werden,  sondern eine Zusammenarbeit bleiben.

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SpaceX: 16. Versorgungsflug zur ISS

SpaceX: 16. Versorgungsflug zur ISS

Der kommerzielle Frachtanbieter der NASA, SpaceX, plant am Dienstag den 4. Dezember den Start einer Falcon 9 Rakete. Um 1:38 Uhr, wird die Rakete zur 16. Versorgungsmission der Internationalen Raumstation starten.
Das Dragon-Raumschiff wird Vorräte und Nutzlasten sowie kritisches Material zur direkten Unterstützung von Dutzenden der mehr als 250 Forschungs- und Forschungsuntersuchungen der Expeditions 57- und 58-Crews der Raumstation mitführen.

Ein Dragon Raumfrachter im All.
Ein Dragon Raumfrachter im All.


Zu den Materialien, die, die Rakete zur Station bringen wird, zählt unter anderem die Robotic Refueling Mission-3 (RRM3) und die Global Ecosystem Dynamics Investigation (GEDI). RRM3 demonstriert die Lagerung und den Transport von kryogener Flüssigkeit, die für Antriebs- und Lebenserhaltungssysteme im Weltraum von entscheidender Bedeutung ist.
Bei der RRM3 Mission soll erstmals im Orbit kyrogene Flüssigkeit transferiert werden. Als Flüssigkeit soll flüssiges Methan zum Einsatz kommen.

GEDI wird qualitativ hochwertige Laserentfernungsmessungen der Wälder und der Topographie der Erde durchführen, um das Verständnis wichtiger Kohlenstoff- und Wasserkreisläufe, der Biodiversität und des Lebensraums zu verbessern. GEDI wird in der exponierten Anlage des japanischen Experiment-Moduls installiert und liefert die ersten hochauflösenden Beobachtungen der vertikalen Struktur von Wäldern auf globaler Ebene.
Die Dragon Kapsel wird etwa 10 Minuten nach dem Start seine vorläufige Umlaufbahn erreichen. Dann wird es seine Solararrays aufstellen und eine sorgfältig choreografierte Serie von Triebwerkschüssen starten, um zwei Tage später am Donnerstag, dem 6. Dezember, das Orbita-Labor zu erreichen. Bei seiner Ankunft werden Expedition 57-Kommandant Alexander Gerst von der ESA (European Space Agency) und Flight Engineer Serena Auñón-Kanzlerin der NASA die Kapsle in Empfang nehmen.

Anne McClain von der NASA wird das Duo durch die Überwachung der Telemetrie während der Annäherung an Dragon unterstützen. Nach der Erfassung von Signalen des Raumtransporters  wird die Bodensteuerungen Befehle senden um den Raumtransporter zum Roboterarm zu steuern. Der Roboterarm wird das Raumfahrzeug drehen und an der Unterseite des Harmony-Moduls der Station ANdocken.

Sonde Osiris-Rex trifft beim Asteroiden Bennu ein

Sonde Osiris-Rex trifft beim Asteroiden Bennu ein

Nachdem bereits die beiden Asteroiden Itokawa und Ryugu von Sonden der japanischen Raumfahrtagentur JAXA angesteuert wurden, nähert sich nun der erste US-Tourist seinem Ziel: Die NASA-Sonde Osiris-Rex steht kurz vor der Ankunft beim Asteroiden Bennu. Und auch sie ist auf ein Souvenir aus. Der nur grob sphärisch geformte Asteroid (101955) Bennu, benannt nach einer altägyptischen Totengottheit, hat einen mittleren Durchmesser von 492 Metern.

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Credit: NASA

Die Mission

Der Osiris-Rex („Origins, Spectral Interpretation, Resource Identification, Security-Regolith Explorer“) soll ähnlich wie die Sonden der Japanischen Raumfahrtbehörde Jaxa einen Teil des Asteroiden zurück zur Erde bringen. Diese Proben sollen dann 2023 auf der Erde landen. Benu ist besonders interessant da er im Jahr 2135 innerhalb des Mondorbits an der Erde vorbeifliegen soll. Wird er durch die dabei auf ihn einwirkenden Gravitationskräfte abgelenkt, könnte daraus das Risiko entspringen, dass er seine bislang harmlose Bahn so verändert, dass er bei einer späteren Annäherung mit der Erde kollidiert. Nach aktuellen Berechnungen beträgt dieses Risiko nicht einmal ein Promille.

Am 3. Dezember soll die ca. 6 Meterlange und 2.100 Kilogramm schwere Sonde am Astroiden eintreffen und für 500 Tage verweilen.

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Bildnachweis: (NASA / Joel Kowsky)

Zu dem Thema gibt es noch ein Video auf Englisch.

Mondbasis Gateway: Angeblich möchte Japan einsteigen

Mondbasis Gateway: Angeblich möchte Japan einsteigen

Es gibt Gerüchte die besagen das Japan an der Amerikanisch-russischen Raumstation Lunar Orbital Platform-Gateway mitwirken möchte. Die geplante Station soll entweder den Mond Umkreisen und mit ihm um die Erde, oder hinter dem Mond am äußeren Lagrange-Punkt L2 positioniert werden, einem Ort hinter dem Mond, der einen Erdorbit synchron zum Mond bietet.

Laut der Zeitung Sankei Shimbun sei Japan bereit ein Raumschiff für den Transport von Nutzlasten und Menschen auf den Erdtrabanten zu entwickeln. Diese Mondstation soll nicht wie etwa die ISS dauerhaft bewohnt sein, sondern z.B. als zwischen Station für Flüge zum Mars dienen. Ausserdem sollen auch Technologien die auf dem Mars verwendet werden könnten dort getestet werden.

Blick auf den Mond von der iss
Ein Blick auf den Mond von der ISS aus. (Credit: Alexander Gerst)

Quelle: www.gerhardkowalski.com

InSight: Erste Bilder vom Mars sind da

InSight: Erste Bilder vom Mars sind da

Nach dem die Mars Sonde InSight am gestrigen Montag sicher auf dem Mars gelandet ist, hat sie jetzt schon die ersten Bilder zur Erde gesandt.

Insight Mars landing

„Was ein wunderbarer Tag für die Nasa“, sagte der Chef der US-Raumfahrtbehörde, Jim Bridenstine, der im Kontrollzentrum dabei war. „Es war so intensiv, man konnte die Emotionen fühlen.“ Nur Sekunden nach der Landung habe ihm US-Vizepräsident Mike Pence per Telefon gratuliert. Ob InSight voll funktionsfähig ist, wird in den komenden Wochen festgestellt werden.

Der 360 Kilogramm schwere Roboter kann nicht rollen, sondern bleibt an einem Ort. Der Landeplatz liegt in einer Region, die weitgehend eben und frei von größeren Steinen und Felsen ist. Bisherige Mars-Missionen haben das Gebiet noch nicht vom Boden aus erkundet.

Mehr Informationen zur InSight Mission

NASA: Mars-Landung wird heute live übertragen

NASA: Mars-Landung wird heute live übertragen

Am 26. November 2018, also heute, soll die NASA-Sonde Insight auf dem roten Planeten aufsetzen. Die Mission wird live ab 19.00 Uhr übertragen. Der Livestream ist unten eingebunden.

Anfang Mai die Sonde „Insight“ richtung Mars gestartet, und heute nach 7 Monaten im All wird die Sonde voraussichtlich landen. Wie der Name „Insight“ schon zeigt soll die Oberfläche des Mars und die darunterliegende Struktur erforschen und dabei Rückschlüsse über die Entstehung unseres Sonnensystems liefern. Die letzte Mars-Landung der NASA liegt nun schon sechs Jahre zurück, damals sorgte die Landung des Mars-Rover Curiosity für spannende Bilder. Die Sonde soll zwischen heute zwischen 19:00 und 22:00 Landen.

Mehr zur InSight Mission

Wie möchte Elon Musk eine Basis auf dem Mars errichten?

Erster Demonstrationsflug von Crew Dragon für 7. Januar angekündigt

Erster Demonstrationsflug von Crew Dragon für 7. Januar angekündigt

Die US. Amerikanische Raumfahrtbehörde NASA hat den ersten unbemannten Demonstrationsflug des Crew Dragon Raumschiffes von SpaceX angekündigt. Am 7. Januar soll das Raumschiff mit einer Falcon 9-Trägerrakete von Merritt Island nordwestlich von Cape Canaveral (Florida) gestartet werden. Der Unbemannte Demonstrationsflug soll bei der Gewinnung von Daten über den Träger, die Bodeninfrastruktur, die orbitalen und Kopplungssysteme sowie die Landung helfen. Diese Daten werden benötigt, damit das Raumschiff für bemannte Flüge zur ISS Zertifiziert werden kann. Die NASA hat mit SpaceX 2014 einen Vertrag über 2,6 Milliarden Dollar für die Vollendung des Baus von Crew Dragon und seine Zertifizierung abgeschlossen.

Das Crew Dragon Raumschiff

Wie auch die Falcon 9 Raketen und die zukünftige Big Falcon Rocked (BFR) ist das Dragon Raumschiff wiederverwendbar. Auf einer Falcon 9 oder Falcon Heavy montiert kann das Raumschiff maximal Sieben Astronauten in den Orbit bringen. Neu in der Welt der Raumfahrt ist ein herunterklappbares Touchscreen-Bedienfeld, das als Backup für die anderen Steuersysteme eingesetzt werden kann. In der Planung sollte das Raumschiff in der Lage sein überall auf dem Land mit der Präzision eines Helikopters zu landen, diese Pläne wurden aber wieder verworfen. Statdessen wird das Raumschiff zunächst mit Fallschirmen gebremst werden und anschließend wassern. Vorher war eine Landung ohne Fallschirmeinsatz auf vier Stützfüßen vorgesehen. Die Abbremsung kurz vor dem Aufsetzen sollten die SuperDracos (Triebwerke), wovon Acht Stück an der Kapsel verbaut sind, übernehmen.  Am 19. Juli 2017 werden die Pläne zu Landungen an Land gestrichen. Die Triebwerke bleiben für das Startrettungssystem an Bord, sollen aber nicht mehr zum Abbremsen verwendet werden. Die Position der Stützfüße wurde verändert, sodass der Hitzeschild nicht gefährdet wird. Die Änderungen wurden aufgrund der hohen Sicherheitsanforderungen der NASA durchgeführt.

Crew Dragon Kapsel von innen
So sieht die Crew Dragon Kapsel von innen aus ( Stand 2015)

Hier gibt es noch ein informatives Video von SpaceX selbst zu der Raumfähre.

Die Internationale Raumstation feiert 20. Jubiläum

Die Internationale Raumstation feiert 20. Jubiläum

Erste Pläne für eine große internationale Raumstation gab es in den 1980er Jahren unter den Namen Freedom oder Alpha. Seit 1998 befindet sich die ISS im Bau. Seit dem 2. November 2000 ist die ISS dauerhaft von Astronauten bewohnt.

Aufbau der ISS

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Sarja war das erste Modul der ISS.  Credit: NASA

Am 20. November 1998 wurde das erste russische Modul der ISS mit dem Namen „Sarja“ („Morgenröte“) ins All geschossen, mittlerweile ist sie so groß wie ein Fußballfeld. Zwei Wochen später kam mit der Space-Shuttle-Mission STS-88 der erste Verbindungsknoten Unity (Node 1) ins All und wurde mit Sarja verbunden.

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Der Verbindungsknoten Unity. Credit: NASA

Dieser Verbindugsknoten verbindet den Russischen mit dem Amerikanischen teil. Im Sommer 2000 das russische Wohnmodul Swesda gestartet, es wurde ebenfalls von einer Proton-Rakete gestartet und dockte automatisch am Sarja-Modul an.

Im Oktober 2000 wurde mit der Mission STS-92 das erste Gittersegment, genannt Integrated Truss Structure Z1, zur Station gebracht. Es sollte vorübergehend als Verbindungsstück zwischen einem Solarzellenträger und dem bewohnten Teil der ISS dienen.

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Das Russiche Swesda Modul war das erste Wohnmodul der Iss. Auf dem Bild mit Angedockter Sojus Kapsel zu sehen.

Als nächstes wurde das erste von vier großen Solar-modulen zur Station gebracht. Mit dieser Mission wurde der Aufbau bemannt fortgesetzt. Nach dem Solar-Modul das anfangs fast die ganze Energie der Station Produzierte, wurde am 7. Feburar 2001 das US-amerikanische Labormodul Destiny zur Station gebracht und an Unity ( Verbindugsknoten) angedockt.

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Das Amerikanische Forschungsmodul Desteny.

Nach weiteren Flügen wurden nach und nach der erste Roboterarm der Station, Canadarm2, sowie die US-Luftschleuse Quest angeliefert.

Roboterarm Canadarm2 und Luftschleuse Quest
Links, der erste Roboterarm Canadarm2 und rechts die Luftschleuse Quest.

Erst durch diese Schleuse konnte die Astronauten unabhängig eines Space Shuttles die Station verlassen. Am 14. September 2001 folgte dann das russische Kopplungsmodul Pirs, das sowohl zum Andocken von Sojus- und Progress-Raumschiffen als auch für Ausstiege in russischen Raumanzügen genutzt wurde. Das europäische Forschungsmodul Columbus wurde am 11. Februar 2008 an der ISS installiert, am 3. Juni 2008 folgte dann die Installation des japanischen Hauptmoduls Kibō.

Das japanischen Hauptmoduls Kibō
Das japanischen Hauptmoduls Kibō nach dem Bau auf der Erde.

Hier gibt es ein drehbares 3D Modell der Raumstation.

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Das Ende der ISS

Am 8. Januar 2014 gab die NASA bekannt, dass die Station nach Absprache mit den internationalen Partnern bis mindestens 2024 weiter betrieben werden soll. Am 24. Februar 2015 gab Roskosmos bekannt, bis ca. 2024 die ISS weiterzubetreiben und danach mit den bestehenden russischen Modulen eine eigene Raumstation aufbauen zu wollen. Technisch wäre ein Betrieb der ISS bis 2028 denkbar.

 

Einer der größten Meteoriten-Einschlagkrater in Grönland entdeckt

Einer der größten Meteoriten-Einschlagkrater in Grönland entdeckt

Ein internationales Team von Wissenschaftlern kam zusammen, um das Geheimnis des grönländischen Hiawatha-Kraters zu lösen. Dieses Video zeigt, wie diese Entdeckung zusammenkam.


Ein internationales Forscherteam, darunter ein Glaziologe der NASA, hat einen großen Meteoriten-Einschlagkrater entdeckt, der sich im Nordwesten Grönlands unter mehr als einer halben Meile (ca. 800 Meter) Eis versteckt. Der Krater ist einer der 25 größten Einschlagskrater der Erde. Er ist etwa 304,8m tief, und hat einen Durchmesser von mehr als 30 Kilometern.


Die Gruppe, angeführt von Forschern des Centre for GeoGenetics der Universität Kopenhagen am Natural History Museum of Denmark, arbeitete in den letzten drei Jahren an der Überprüfung ihrer Entdeckung, die sie 2015 zunächst mit NASA-Daten gemacht hatten. Ihre Ergebnisse werden in der Ausgabe vom 14. November der Zeitschrift Science Advances veröffentlicht.

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Zwei Ansichten der Hiawatha-Kraterregion: eine ist mit dem grönländischen Eisschild bedeckt, die andere zeigt die Topographie des Felsens unter dem Eisschild, einschließlich des Kraters. Credits: NASA / Cindy Starr

Die Forscher entdeckten den Krater im Juli 2015 zum ersten Mal, als sie eine neue Topographienkarte untersuchten, die den Untergrund unter der grönländischen Eisplatte zeigt. Die Radardaten kamen hauptsächlich von der NASA-Operation IceBridge, einer mehrjährigen Luftlandemission, um Veränderungen im Polareis zu verfolgen, und früheren Missionen der NASA in Grönland. Unter dem Hiawatha-Gletscher, der am äußersten Rand der Eisdecke im Nordwesten Grönlands saß, bemerkten die Wissenschaftler eine enorme, bisher nicht untersuchte kreisförmige Vertiefung.

MacGregor untersuchte die Oberfläche des Eises in der Hiawatha-Gletscherregion mit Satellitenbildern des Instruments Moderate Resolution Imaging Spectroradiometer der NASA-Satelliten Terra und Aqua, und fand schnell Anzeichen für ein kreisförmiges Muster auf der Eisoberfläche, das topographiekarte entsprach.

Um ihren Verdacht zu bestätigen, schickte das Team im Mai 2016 ein Forschungsflugzeug des deutschen Alfred-Wegener-Instituts nach Grönland, um den Hiawatha-Gletscher zu überfliegen und den Krater, und das darüber liegende Eis mit einem hochmodernen, von der Universität bereitgestellten, eisdurchdringenden Radar zu kartieren.

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Radardaten aus einer Luftaufnahme des Hiawatha-Kraters im Mai 2016 werden hier visuell dargestellt. Ein blauer Pfeil zeigt auf den zentralen Gipfel des Kraters. Credits: NASA / Cindy Starr

„Frühere Radarmessungen des Hiawatha-Gletschers waren Teil eines langfristigen Bemühens der NASA, die wechselnde Eisbedeckung Grönlands zu kartieren“, sagte MacGregor. „Was wir zum Testen unserer Hypothese wirklich brauchten, war eine dichte und fokussierte Radaruntersuchung. Die Umfrage übertraf alle Erwartungen und stellte die Korrosion in atemberaubenden Detail dar: einen deutlich kreisförmigen Rand, eine zentrale Erhebung, gestörte und ungestörte Eisschicht und basale Trümmer überall dort“

Laut der Studie entstand der Krater vor weniger als 3 Millionen Jahren, als ein Eisenmeteorit, der mehr als 800 Meter breit war, in Nordwestgrönland einbrach. Die resultierende Depression (Eine Depression in der Geologie ist eine Landform, die unter der Umgebung versunken oder niedergedrückt ist.) wurde anschließend von Eis bedeckt.
„Der Krater ist außergewöhnlich gut erhalten, und das ist überraschend, denn Gletschereis ist ein unglaublich effizientes Erosionsmittel, das Spuren des Aufpralls schnell entfernt hätte“, sagte Kurt Kjær, Professor am Centre for GeoGenetics des Natural History Museum of Denmark, und Hauptautor der Studie.

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Kurt Kjær sammelt Sandproben an der Vorderseite des Hiawatha-Gletschers. Dieser Sand wurde vom Gletscher vom Boden des Einschlagskraters zum Eisrand transportiert und hat eine Fülle von Informationen über den Aufprall geliefert
Credtis: Svend Funder

Kjær sagte, der Zustand des Kraters deutet darauf hin, dass der Aufprall möglicherweise sogar gegen Ende der letzten Eiszeit stattgefunden hat, wodurch der resultierende Krater zu den jüngsten der Welt gehören würde.
In den Sommern 2016 und 2017 kehrte das Forschungsteam zum Hiawatha-Gletscher zurück, um tektonische Strukturen im Gestein am Fuße des Gletschers zu kartieren und Proben von Sedimenten zu sammeln, die durch einen Schmelzwasserkanal aus der Depression ausgespült wurden.
„Ein Teil des Quarzsandes, der aus dem Krater kam, wies planare Verformungsmerkmale auf, die auf einen gewaltsamen Aufprall hindeuten. Dies ist ein schlüssiger Beweis dafür, dass die Depression unter dem Hiawatha-Gletscher ein Meteoritenkrater ist“, sagte Professor Nicolaj Larsen von der Universität Aarhus in Dänemark, einer der die Autoren der Studie.

Frühere Studien haben gezeigt, dass solche Ereignisse das Klima der Erde nachhaltig beeinflussen können, mit großen Folgen für das Leben auf der Erde. Die Forscher planen, ihre Arbeit in diesem Bereich fortzusetzen und sich mit den verbleibenden Fragen zu beschäftigen, wann und wie der Meteoriteneinschlag am Hiawatha-Gletscher den Planeten beeinflusst hat.

Quelle: NASA

Nach Neun Jahren: Kepler-Weltraumteleskop stellt arbeit ein

Nach Neun Jahren: Kepler-Weltraumteleskop stellt arbeit ein

Nach nun mehr als neun Jahren ununterbrochener beobachtung zieht die Nasa das Kepler-Weltraumteleskop zurück. Wie die NASA am 30. Otober bekannt gab, hat das Teleskop keinen Treibstoff mehr um weitere Operationen auszuführen. In diesen Neun jahren entdeckte das Teleskop mehr als 2.600 Exoplaneten.

Nach neun Jahren im Weltraum, in denen Daten gesammelt wurden, die darauf hinweisen, dass unser Himmel mit Milliarden versteckter Planeten gefüllt ist – sogar mehr Planeten als Sterne – hat das Kepler-Weltraumteleskop der NASA keinen Treibstoff mehr für weitere wissenschaftliche Operationen zur Verfügung. Die NASA hat beschlossen, das Raumfahrzeug in seiner derzeitigen sicheren Umlaufbahn von der Erde zurückzuziehen. Kepler hinterlässt ein Erbe von mehr als 2.600 Planetenentdeckungen von außerhalb unseres Sonnensystems, von denen viele vielversprechende Orte für das Leben sein könnten.

„Als erste planetarische Mission der NASA hat Kepler alle unsere Erwartungen übertroffen und den Weg für unsere Erkundung und Suche nach Leben im Sonnensystem, und darüber hinaus geebnet“, sagte Thomas Zurbuchen, stellvertretender Leiter des NASA-Direktorats für Wissenschaftsmission in Washington. „Sie hat uns nicht nur gezeigt, wie viele Planeten da draußen sein könnten, sie hat auch ein völlig neues und robustes Forschungsgebiet entfacht, das die Wissenschaft im Sturm erobert hat. Ihre Entdeckungen haben unser Universum neu beleuchtet und enthüllen die verlockenden Geheimnisse und Möglichkeiten unter den Sternen. „

Kepler hat unsere Augen für die Vielfalt der Planeten in unserer Galaxie geöffnet. Die neueste Analyse von Keplers Entdeckungen kommt zu dem Schluss, dass 20 bis 50 Prozent der am Nachthimmel sichtbaren Sterne wahrscheinlich kleine, möglicherweise felsige Planeten haben, die der Größe der Erde ähnlich sind und sich innerhalb der bewohnbaren Zone ihrer Elternsterne befinden. Das bedeutet, dass sie sich in Entfernung von ihren Elternsterne befinden, wo sich flüssiges Wasser – eine lebenswichtige Zutat für das Leben, wie wir es kennen – auf der Planetenoberfläche sammeln könnte.

Die am häufigsten vorkommende Größe des Planeten Kepler existiert nicht in unserem Sonnensystem – einer Welt zwischen der Größe von Erde und Neptun – und wir müssen viel über diese Planeten lernen. Kepler fand auch heraus, dass die Natur oft komprimierte Planetensysteme produziert, in einigen Fällen mit so vielen Planeten, die nahe bei ihren Stammstars umkreisen, dass unser eigenes inneres Sonnensystem im Vergleich dazu spärlich aussieht.

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Credits: NASA/Ames/Wendy Stenzel


„Als wir vor 35 Jahren damit begannen, diese Mission zu planen, wussten wir nicht von einem einzigen Planeten außerhalb unseres Sonnensystems“, sagte William Borucki, der Gründer der Kepler Mission, jetzt aus dem Ames Research Center der NASA im kalifornischen Silicon Valley. „Jetzt wo wir wissen, dass Planeten überall sind, hat Kepler uns auf einen neuen Kurs gesetzt, der vielversprechend für zukünftige Generationen ist, unsere Galaxie zu erforschen.“

Das Kepler-Weltraumteleskop wurde am 6. März 2009 gestartet und kombinierte modernste Techniken zur Messung der Sternenhelligkeit mit der damals größten für Weltraumbeobachtungen ausgerüsteten Digitalkamera. Ursprünglich positioniert, um kontinuierlich 150.000 Sterne in einem Sternenfleck des Himmels im Sternbild Cygnus zu beobachten, nahm Kepler die erste Vermessung von Planeten in unserer Galaxie vor und wurde zur ersten Mission der Agencie, um erdgroße Planeten in ihren bewohnbaren Zonen um ihre Sterne zu entdecken.
„Die Kepler-Mission basierte auf einem sehr innovativen Design. Es war ein äußerst cleverer Ansatz für diese Art von Wissenschaft“, sagte Leslie Livesay, Direktorin für Astronomie und Physik am Jet Propulsion Laboratory der NASA, die als Kepler-Projektleiter während der Missionsentwicklung tätig war . „Es gab definitiv Herausforderungen, aber Kepler hatte ein extrem talentiertes Team von Wissenschaftlern und Ingenieuren, die sie überwanden.“

Vier Jahre nach dem Erreichen der primären Missionsziele stoppten mechanische Ausfälle vorübergehend die Beobachtungen. Das Missionsteam war in der Lage, eine Lösung zu finden, indem das Sichtfeld des Raumschiffs ungefähr alle drei Monate gewechselt wurde. Dies ermöglichte eine erweiterte Mission für das Raumschiff, genannt K2, die so lange wie die erste Mission dauerte und Keplers Anzahl der vermessenen Sterne auf mehr als 500.000 vergrößerte.

Die Beobachtung so vieler Sterne hat es den Wissenschaftlern ermöglicht, stellares Verhalten und Eigenschaften besser zu verstehen. Dies ist eine wichtige Information bei der Untersuchung der Planeten, die sie umkreisen. Neue Forschungen zu Sternen mit Kepler-Daten fördern auch andere Bereiche der Astronomie, wie die Geschichte unserer Milchstraße und die Anfangsstadien von explodierenden Sternen, die Supernova genannt werden, die verwendet werden, um zu untersuchen, wie schnell das Universum expandiert. Die Daten der erweiterten Mission wurden auch der Öffentlichkeit und der Wissenschaft sofort zur Verfügung gestellt, so dass Entdeckungen in einem unglaublichen Tempo gemacht werden konnten und eine hohe Messlatte für andere Missionen gesetzt wurde. Von Wissenschaftlern wird erwartet, dass sie ein Jahrzehnt oder mehr auf der Suche nach neuen Entdeckungen in der Fundgrube von Daten verbringen, die Kepler zur Verfügung gestellt hat.

„Wir wissen, dass der Rückzug des Raumschiffs nicht das Ende von Keplers Entdeckungen ist“, sagte Jessie Dotson, Keplers Projektwissenschaftlerin am Ames Research Center der NASA im kalifornischen Silicon Valley. „Ich bin begeistert von den vielfältigen Entdeckungen, die noch aus unseren Daten kommen werden und wie zukünftige Missionen auf Keplers Ergebnissen aufbauen werden.“

Vor dem Ausscheiden des Raumschiffs schoben die Wissenschaftler Kepler zu seinem vollen Potenzial, führten erfolgreich mehrere Beobachtungskampagnen durch und luden wertvolle wissenschaftliche Daten herunter, selbst nach den ersten Warnungen vor zu wenig Treibstoff. Die neuesten Daten aus Campaign 19 ergänzen die Daten des neuesten Planetenjägers der NASA, des Transit Exoplanet Survey Satellite, der im April gestartet wurde. TESS baut auf Keplers Fundament auf und sucht bei der Suche nach Planeten, die rund 200.000 der hellsten und nächsten Sterne der Erde umkreisen, Welten, die später durch Missionen wie das James Webb Space Telescope der NASA auf ihre Lebenszeichen untersucht werden können.
Das Ames Research Center der NASA im kalifornischen Silicon Valley leitet die Kepler- und K2-Missionen der NASA-Missionsdirektion. Das Jet Propulsion Laboratory der NASA in Pasadena, Kalifornien, leitete die Kepler-Missionsentwicklung. Ball Aerospace & Technologies Corporation in Boulder, Colorado, betreibt das Flugsystem mit Unterstützung des Laboratoriums für Atmosphären- und Weltraumphysik an der Universität von Colorado in Boulder.

Kepler Statistiken
Einige Fakten zu dem Weltraumteleskop.

Quelle: NASA