Kategorie: NASA

Die NASA , englisch National Aeronautics and Space Administration, deutsch Nationale Aeronautik- und Raumfahrtbehörde) ist die 1958 gegründete zivile US-Bundesbehörde für Raumfahrt und Flugwissenschaft.

ISS-Besatzung setzt fünf kleine Satelliten aus

ISS-Besatzung setzt fünf kleine Satelliten aus

Die Besatzung der ISS hat fünf CubeSats in den Weltraum ausgesetzt, dies ist mit dem japanischen Manipulators JEM RMS und dem Startsystems NanoRacks erfolgt. Bei den Satelliten handelt es sich um CAT-1und -2Delphini-1, UNITE und TechEdSat-8, die wissenschaftliche und Kommunikationsaufgaben erfüllen.

CubeSats

Die Sogenannten CubeSats sind kleine Satelliten im festgelegten und genormten 10 mal 10 cm Würfel. Sie dürfen maximal das Gewicht eines Kilos erreichen, und sind so für nur wenige Gebiete einsetzbar. Ein CubeSat kostet inklusive Start ca. 60.000$ und ist damit weit günstiger als die Tonnen schweren normalen Satelliten.

Mike Fincke ersetzt Eric Boe als Astronaut bei Boeing

Mike Fincke ersetzt Eric Boe als Astronaut bei Boeing

Die US-Luft- und Raumfahrt Behörde NASA teilte mit, das Eric Boe wegen medizinischer Probleme aus der Mannschaft für die bevorstehenden Flüge mit dem CST-100 Starliner ausscheiden. Mit dem CST-100 Starliner soll die USA, neben der SpaceX Dragon Kapsel , wieder die möglichkeit bekommen Menschen ins All zu schicken. Weiter heißt es, Eric Boe wird dafür die stelle von Fincke als Assistent des Chefs für die kommerzielle Mannschaft im Johnson Space Center der NASA in Houston (Texas) übernehmen. Fincke hat bisher drei Flüge zur Internationalen Raumstation ISS mit einer Gesamtdauer von 382 Tagen absolviert. Zudem hat er neun Ausstiege in den freien Raum auf seinem Konto.

Zur Person

Eric Allen Boe ist 1. Oktober 1964 in Miami, Florida geboren und hat nach der Higschool ein Studium an der US-Luftwaffenakademie begonnen. Diese verlieh ihm 1987 einen Bachelor in Raumfahrttechnik. 1997 machte er einen Abschluss als Master of Science in Elektrotechnik am Georgia Institute of Technology. Im jahr 2000 wurde er von der NASA als Astronaut ausgewählt. In den folgenden zwei Jahren Training und Ausbildung erreichte er die Qualifikationen zum Steuern von Raumfahrzeugen und Stationsarbeiten. Am 15. November 2008 startete Boe als Pilot der Raumfähre Endeavour zu seinem ersten Raumflug. Am 18. September 2009 wurde Boe als Pilot für die Mission STS-133 zur ISS nominiert. Der Start fand am 24. Februar 2011 statt, die Landung am 9. März. Boe war damit der letzte Pilot der Raumfähre Discovery. Am 9. Juli 2015 stellte die NASA Boe als einen der vier Testpiloten für künftige kommerzielle Raumschiffe vor. Wahrscheinlich wird er vorerst nicht mehr ins All fliegen.

Rogosin beschwört Zusammenhalt der Raumfahrtagenturen

Rogosin beschwört Zusammenhalt der Raumfahrtagenturen

Der Chef der russischen Raumfahrt Behörde, Dmitri Rogosin, hat bekannt gegeben, dass er der Meinung sei, das die Raumfahrtargenturen besser zusammenarbeiten sollen. Die Beziehungen zwischen Roskosmos, der NASA, und der ESA sollen gefestigt werden, und den „kapriziösen politischen Konjunktur“ widerstehen. Die ISS erhalte einen neuen Charakter und eine neue Bestimmung,  betonte Rogosin. Die Arbeit der Besatzungen werde sich in der Perspektive in immer größerer Entfernung von der Erde vollziehen, etwa auf dem Mond.

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Die Mondbasis der Zukunft.

Zudem ist Russlands Premier Dmitri Medwedjew mit der Raumfahrt hart ins Gericht gegangen. Er sagte man müsse damit aufhören,  darüber zu reden, „wohin wir 2030 fliegen“, sondern arbeiten und mehr für die Kommerzialisierung der Branche und für die Erhöhung des Anteils des Landes am internationalen Markt tun,  sagte er am Mittwoch in Gorki auf einer Sitzung des Ministerrates zur Entwicklung des Raumfahrtstaatskonzerns Roskosmos. Vizepremier Juri Borissow teilte mit, dass Präsident Wladimir Putin den Auftrag gegeben habe, im Februar die Grundlagen für die künftige Weltraumpolitik und damit für die Strategie des Bereichs für einen langen Zeitraum zu präzisieren.

USA Schießt Geheimen Satelliten in den Weltraum

USA Schießt Geheimen Satelliten in den Weltraum

Mit erheblicher verspätung hat die USA am Samstag einen neuen Geheimsatelliten erfolgreich in den Weltraum geschossen. Die Delta IV-Heavy-Trägerrakete mit NROL-71 an der Spitze stieg um 20.10 Uhr deutscher Zeit von der Air Force Base in Vandenberg (Kalifornien) auf. Die Delta IV-Heavy ist eine Kombination aus drei Delta IV-Trägern.

US-Astronauten für nächste ISS-Mission kommen im Januar ins Sternenstädtchen bei Moskau

US-Astronauten für nächste ISS-Mission kommen im Januar ins Sternenstädtchen bei Moskau

Die US-Astronauten Nick Hague und Christina Koch kommen noch im Januar ins Kosmonautenausbildungszentrum (ZPK)  Juri Gagarin im Sternenstädtchen bei Moskau,  teilte ihr russischer Kommandant Alexej Owtschinin am Sonntag mit. Owtschinin und Hague waren bereits am 11. Oktober zur ISS unterwegs. Wegen eines Sensorschadens an der Sojus-FG-Trägerrakete mussten sie aber mit Sojus MS-10 notlanden.

anti-russische Lobby verhindert Besuch des Roskosmos Chef Dmitri Rogosin

anti-russische Lobby verhindert Besuch des Roskosmos Chef Dmitri Rogosin

Dmitri Rogosin, der Chef der russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos, darf die USA nicht besuchen. Nasa-Chef Jim Bridenstine, der Rogosin im Oktober zu einem Vortrag an der Rice-Universität in Texas eingeladen hatte, schickte ihm eine Absage. Mehrere US-Senatoren hatten diese Absage gefordert, weil Rogosin den Sanktionen unterliegt, die die USA, Europa und andere Staaten gegen russische Politiker verhängt haben, die in die Annektion der Krim Anfang 2014 verwickelt waren. Rogosin war seinerzeit stellvertretender Ministerpräsident und für die Militär- und Raumfahrtindustrie zuständig. Der NASA Chef Jim Bridenstine und Dmitri Rogosin haben sich erstmals am 11. Oktober zum Start einer neuen Besatzung für die Internationale Raumfahrtstation getroffen – der start endete mit dem Absturz der Rakete und der Notlandung des Raumschiffes Sojus MS-10. Bei eben diesem Treffen hat der NASA Chef den Roskosmos Chef zu diesem Vortrag eingeladen, dafür hatte das US-Finanzministerium das Einreiseverbot aufgehoben.

Eigentlich war die ISS, und damit die Raumfahrt an sich immer ein Zeichen für eine Internationale Zusammenarbeit, selbst unter Ländern, unter denen es Spannungen gibt. Jetzt wird aber auch diese Zusammenarbeit in der Forschung durch die Sanktionen gestört.

 

USA-Haushaltssperre könnte Versuchsstart von Crew Dragon verzögern

USA-Haushaltssperre könnte Versuchsstart von Crew Dragon verzögern

Laut der Moskauer Nachrichtenagentur RIA Nowosti, könnte sich die Haushaltsperre der USA auf den ersten Start der Crew Dragon Kapsel von SpaceX auswirken. Es wurde mitgeteilt dass jeder Tag, an dem die NASA-Spezialisten nicht zur Arbeit erschienen, den Start um einen Tag verzögere. Die Agentur beruft sich dabei auf eine nicht näher genannte Quelle aus der Raumfahrtbranche.

Der erste unbemannte Flug von der Crew Dragon Kapsel war eigentlich für den 17. Januar geplant, wurde aber inzwischen schon auf das Monatsende verschoben. Der erste bemannen Start soll im Juni stattfinden.

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Die Crew Dragon Kapsel im All.

Crew Dragon ist ein wiederverwendbares Raumschiff für den Transport von maximal sieben Astronauten und der zweite Raumschifftyp der Dragon-Serie des privaten US-Raumfahrtunternehmens SpaceX. Zukünftig soll sie Astronauten zur Internationalen Raumstation ISS transportieren. Als Trägerrakete dient eine Falcon 9. Ein Startabbruchtest, bei dem das Raumschiff mit den eigenen Triebwerken abhob, wurde am 6. Mai 2015 erfolgreich durchgeführt. Für Ende Januar 2019 ist ein erster unbemannter orbitaler Testflug vorgesehen, danach ein Startabbruchtest im Flug. Der erste bemannte Flug ist für Juni 2019 geplant. Mit der Crew Dragons Kapsel, und auch mit dem Boeing Starliner soll die USA wieder eine Möglichkeit bekommen Astronauten zur ISS zu Schicken.

In dem Fall würden sich Russland und die USA die Starts aufteilen. trotzdem würden weiterhin Amerikaner mit Sojus Raketen, und dann eben auch Russische Kosmonauten mit einer Falcon 9 bzw. Atlas 5 Rakete Starten.

Boeing Starliner
Ein Vorführmodell des CST-100 Starliner-Raumschiffs

Beide Kapseln sollen zukünftig Sieben Personen zur ISS bringen können. Die Dragon V1 wird von SpaceX bereits genutzt um Fracht zur ISS zu bringen.

Sonde „New Horizons“ passiert den rand des Sonnensystems

Sonde „New Horizons“ passiert den rand des Sonnensystems

Die Nasa Sonde „New Horizons“ hat nun wie geplant das Objekt 2014 MU69,  genannt Ultima Thule besucht. Um 6.33 Uhr mitteleuropäischer Zeit am 1. januar 2019 flog die Sonde daran vorbei und untersuchte das Objekt aus nur 3.500 Kilometern Entfernung mit ihren Messinstrumenten,  teilte das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Köln mit.

Die Sonde startete vor etwa 13 Jahren, um den Zwergplaneten Pluto zu untersuchen. Es ist das erste Mal,  dass ein Körper jenseits von Pluto Besuch bekommt und aus der Nähe erforscht wird. Während der relativ kurzen Vorbeiflugphase mit einer Geschwindigkeit von 14 Kilometern pro Sekunde haben sieben wissenschaftliche Experimente Fotos,  Spektren und physikalische Messwerte aufgezeichnet. Neben drei optischen Geräten befinden sich auch zwei Teilchen-  und Plasma-Messinstrumente,  ein Staubdetektor und das Radioexperiment REX an Bord.

Objekt 2014 MU69
Das erste Farbige Bild vom Objekt 2014 MU69.

Anhand von Radiowellen die Wärmestrahlung soll die Masse von „Ultima Thule“ bestimmt werden. Es ist das einzige Instrument, an dem deutsche Planetenforscher beteiligt sind. Die Daten sollen hinweise darauf geben wie der Körper im Innern aufgebaut ist und wie er vor gut viereinhalb Milliarden Jahren am Rande des solaren Urnebels entstand.

Die 6.477 Mio. Kilometer lange Reise

Die 6,477 Millionen Kilometer lange reise begann am 19. Januar 2006 als die Sonde im Rahmen des New-Frontiers-Programm startete. Am 14. Julie 2015 erreichte die Sonde als erste überhaupt den Zwergplaneten Pluto. Nachdem die Primärmission Pluto abgeschlossen war machte die Sonde sich auf dem Weg zu Objekt 2014 MU69 .

New Horizons in der Montagehalle
New Horizons in der Montagehalle.

Am 31.12.2021 Wird auch die Sekundärmission abgeschlossen sein. Danach wird die Sonde weiter fliegen und ca. 2035 den Terminationsschock Passieren. Der Terminationsschock ist das Ende der Heliosphäre, also der Athmospähre der Sonne. Sie bezeichnet im Weltraum einen weiträumigen Bereich um die Sonne, in dem der Sonnenwind mit seinen mitgeführten Magnetfeldern wirksam ist. In diesem Bereich verdrängt der Teilchenstrom der Sonne das interstellare Medium. Die Umlaufbahnen der Planeten liegen weit innerhalb der Heliosphäre.

 

50 Jahre nach der erste Reise zum Mond: Apollo 8

50 Jahre nach der erste Reise zum Mond: Apollo 8

Heute vor 50 Jahren hob um 13:51 die Saturn V Rakete mit den drei Astronauten Frank Borman, William Anders und James Lovell an Board ab. Der erste bemannte Flug zu einem anderen Himmelskörper der Geschichte startete.

Apollo 8 startete am Morgen des 21. Dezember 1968 um 13:51 (MEZ) vom Kennedy Space Center in Florida und erreichte drei Tage später, am 24. Dezember 1968, die Mondumlaufbahn. Die drei Astronauten waren die ersten Menschen in der Geschichte der Menschheit die, die Rückseite des Mondes mit eigenen Augen sahen. Große Bekanntheit erlangte die Fernsehübertragung aus dem Mondorbit, während der die drei Astronauten die ersten Zeilen der biblischen Schöpfungsgeschichte als Weihnachtsbotschaft verlasen.

3,2,1 – Lift off



Am 2. Dezember 1968 wurden die Tanks der ersten Stufe der Saturn-Rakete zum ersten Mal mit RP-1, einem hochdestillierten Kerosin, und flüssigem Sauerstoff befüllt und unter Druck gesetzt. Drei Tage später, am 5. Dezember begann der fünftägige Count Down Demonstration Test (CDDT), der den Ablauf des Starts simulierte. Im Anschluss an den Test wurden die Tanks wieder geleert. Der eigentliche Startcontdown begann am 15. Dezember 1968 19 Uhr Ortszeit, Eastern Standard Time, (EST), bei T −103 Stunden, bei T-9 Stunden wurde der Countdown für 6 Stunden angehalten, um kleinere Probleme beheben zu können. Acht Stunden vor Start wurde die Rakete erneut betankt, die Arbeiten wurden von der Ersatzmannschaft (Armstrong, Aldrin und Haise) überwacht, die auch am Abend zuvor die Funktionsfähigkeit des Raumschiffs überprüft hatte.

Die Saturn V Rakete auf dem Weg zum Launch Pad.
Credit: Nasa die Saturn V Rakete auf dem Weg zum Launch Pad.

Die drei Astronauten wurden um 2:36 Uhr geweckt, nach einer gründlichen medizinischen Untersuchung folgte um halb vier morgens ein gemeinsames Frühstück mit den Leitern und Offiziellen der NASA. Kurz nach 4 Uhr begannen die Astronauten damit ihre Raumanzüge anzulegen, um 4:32 Uhr verließen sie das Manned Spacecraft Operations Building und wurden mit einem Transporter zur Startplattform gebracht. Nachdem die Besatzung mit dem Aufzug zur Spitze der Rakete gebracht wurde, begann um 4:58 Uhr die Einstiegsprozedur. Es dauerte etwa zehn Minuten, bis alle drei Astronauten in der Apollo-Kapsel festgeschnallt waren und die Luke hermetisch verschlossen werden konnte.

Die Besatzung von Apollo 8 verlässt das Manned Spacecraft Operations Building einige Stunden vor dem Start
Credit: NASA Die Besatzung von Apollo 8 verlässt das Manned Spacecraft Operations Building einige Stunden vor dem Start

Apollo 8 liftoff

Die externe Stromversorgung wurde 25 Minuten vor Start gekappt, und auf die interne Versorgung umgestellt. Die Energie wurde nun von drei Brennstoffzellen geliefert. Bei T −5 Minuten wurde der oberste der neun Verbindungsarme zur Seite geschwenkt, der ,der Besatzung im Notfall eine Flucht ermöglicht hätte.

Zwei Minuten vor dem Start wurden die Sauerstofftanks der ersten Stufe mittels Helium, das von außen zugeführt wurde, unter Druck gesetzt, eine Minute später auch die Tanks der anderen beiden Stufen. Weitere zehn Sekunden darauf übernahmen bordeigene Batterien die elektrische Versorgung der Raketensysteme. Die Zündungssequenz wurde um 7:50:52 Ortszeit eingeleitet, die Saturn V wurde, während die fünf F-1-Triebwerke Schub aufbauten, von Halterungen festgehalten. 8 Sekunden später, um 7:51 (EST), hob die Rakete ab.

Das erstemal losgelöst von der Erde

Mit der Apollo 8 Mission verließen die Astronauten zum ersten mal die Umlaufbahn der Erde, und entkamen der 250 Kilometer Grenze. Nach einer Flugzeit von 2 Stunden, 50 Minuten und 40 Sekunden wurde die S-IVB-Stufe hoch über dem Pazifik, nördlich von Hawaii, zum zweiten Mal gezündet. Der 5 Minuten und 17 Sekunden andauernde Schub lenkte das Raumschiff aus seiner elliptischen Erdumlaufbahn zum Mond. Zu dem Zeitpunkt erreichte das Raumschiff eine Geschwindigkeit von 38.959,2 km/h und befand sich bereits  in einer höhe von 346,7 Kilometern über der Erdoberfläche. Etwa 40 Minuten nach der zweiten Zündung der S-IVB-Stufe war das Raumschiff bereits 12.000 km von der Erde entfernt, und die Besatzung sah zum ersten Mal die gesamte Erde als Kugel.

31 Stunden und elf Minuten nach dem Abheben, um 15:03 Uhr Floridazeit am 22. Dezember 1968, absolvierte die Besatzung von Apollo 8 aus einer Entfernung von 221.940 km zur Erde ihre erste von sechs geplanten Live-Fernsehübertragungen.



Die 24 Stunden bis zur nächsten Fernsehübertragung verbrachten die Astronauten abwechselnd mit der Überwachung der Bordsysteme und der Ausrichtung des Raumschiffs. Mit der Flugkontrolle in Houston wurde eine Lockerung des Flugplans ausgehandelt, um den Astronauten mehr Ruhephasen zu verschaffen. Am Morgen des dritten Flugtages befand sich die Besatzung in einer besseren körperlichen Verfassung und war auch ausgeruhter als die Tage zuvor.

Am dritten Flugtag begann um 14:58 (EST) die zweite Fernsehübertragung von Apollo 8. Kommandant Borman hatte die Kamera im linken Rendezvous-Fenster montiert und das Raumschiff auf die Erde ausgerichtet. Nach einigen Korrekturmanövern befand sich die Erde im Zentrum des Fensters – Apollo 8 übertrug die ersten klaren Live-Bilder der gesamten Erde aus 325.000 km Entfernung.



Nach 23 Minuten endete die zweite Fernsehübertragung von Bord. Knapp zehn Minuten später (Bordzeit: 055:39) überquerte das Apollo-Raumschiff den Punkt gleicher Anziehung zwischen Mond und Erde. Da das Apollo 8 Raumschiff durch die Anziehungskraft der Erde immer weiter verlangsamt wurde, erreichte das Raumschiff die niedrigste Geschwindigkeit der gesamten Reise. Das Raumschiff das inzwischen 326.400 km von der erde entfernt war, Schwebte nur noch mit einer Geschwindigkeit von knapp 3565 km/h. Apollo 8 wurde durch die Anziehungskraft der Erde immer weiter verlangsamt, ab diesem Punkt, in einer Entfernung von 62.000 km zum Mond, stieg die Geschwindigkeit durch die Gravitation des Mondes wieder an.

Gegen 2 Uhr morgens am 24. Dezember begann die Mannschaft mit den Vorbereitungen für die „Lunar Orbit Insertion“, den Einschuss in die Mondumlaufbahn. Die Daten für die Triebwerkszündung und die Raumlage wurden in den Bordcomputer eingegeben, das Raumschiff wurde für die Zündung des Triebwerks im Raum ausgerichtet. Am 24. Dezember 1968 um 4:49:02 (EST) (Bordzeit: 068:58:02) verschwand Apollo 8 hinter dem Mond und der Funkkontakt brach ab.

Mare Tranquillitatis von Apollo 8 fotografiert
Mare Tranquillitatis von Apollo 8 fotografiert

Bei normalem Ablauf war davon auszugehen, dass die Flugkontrolle in Houston erst 24 Minuten später von diesem Manöver in Kenntnis gesetzt würde, wenn Apollo 8 wieder aus dem Funkschatten des Mondes auftaucht. Wäre Acquisition of Signal (AOS), die Wiederherstellung des Funkkontakts, zehn Minuten früher erfolgt, hätte das Triebwerk nicht gezündet und das Raumschiff sich nicht im Mondorbit befunden. Als dann um 5:19 (Bordzeit: 069:34:07) Jim Lovell auf die Anrufe der Bodenkontrolle antwortete, brach im Kontrollraum Jubel aus.

Apollo 8 befand sich zum dritten mal an der Mondrückseite, als es nun langsam weiterflog erlangte die Mannschaft wieder Funkkontakt zur Erde. Als Anders zufällig aus den Fenstern des Raumschiffs blickte, erkannte er über dem Horizont des Mondes einen blauen und weißen Bogen, der schnell größer wurde. Borman griff nach der Kamera machte das Hostorische Foto, wo die Erde über dem Mond aufgeht.

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Um 21:31 tauchte das Raumschiff hinter dem Mond auf und übermittelte erste Fernsehbilder zur Erde.



Nach dieser Übertragung bereitete sich die Crew der Apollo 8 auf die Rückkehr zur Erde vor. Das Raumschiff nähert sich langsam der Erde. Am Morgen des siebten Flugtages, am 27. Dezember gegen 9 , begann sich die Besatzung in ihren Sitzen anzuschnallen und für den Wiedereintritt vorzubereiten, nachdem alle losen Gegenstände an Bord verstaut wurden. Kurz nach 9 Uhr trennten die Astronauten das Kommando Modul von dem Service Modul. Das Kommandomodul wurde nun nur noch über Batterien und interne Sauerstofftanks versorgt, die die Besatzung während des Abstiegs versorgten. Sollte das Raumschiff in einem zu flachen Winkel auftreffen und wieder ins All zurückgeschleudert werden, würden die Vorräte für ein Überleben der drei Astronauten nicht lange ausreichen. 14 Minuten nach der Trennung traf das Kommandomodul in einer Höhe von 122 km auf die obersten Schichten der Atmosphäre, die Geschwindigkeit betrug 39.200 km/h (11 km pro Sekunde). In den folgenden Minuten stieg die Temperatur des Hitzeschilds auf bis zu 2800 °C an, die maximale Bremsverzögerung erreichte Apollo 8 zwei Minuten nach dem Eintritt in die Atmosphäre, sie betrug 6,8g. Die Kapsel wasserte im Pazifik.

Der Wellengang und die Fallschirme, die einen Sekundenbruchteil zu spät abgeworfen wurden, warfen die Kapsel um, so dass sie mit der Spitze nach unten im Wasser schwamm. Das Automatische aufricht System, konnte mithilfe Druckluft gefüllter Ballons das Raumschiff wieder aufrichten. Neun Minuten nach der Wasserung setzte ein Hubschrauber erste Kampftaucher an dem Komandomodul ab, da das Raumschiff aber ca. 1 Stunde vor Sonnenaufgang gewassert war, wartete man bis zum Sonnenaufgang um im Tageslicht die Astronauten zu bergen. Vierzig Minuten später betraten die Astronauten das Deck des Flugzeugträgers Yorktown.

Die Apollo 8 Astronauten steigen aus dem Hubschrauber auf das deck der Yorktown.

Der Flug zum Mond war ein wichtiger Schritt zur Mondlandung von Apollo 11 sechs Monate später.


Passend zu dem Thema gibt es eine Folge Quarks: Abenteuer Raumfahrt: Wie Apollo 8 die Welt veränderte!


 

Alexander Gerst und Crew kehren nach 197-tägiger Mission im Weltraum zur Erde zurück

Alexander Gerst und Crew kehren nach 197-tägiger Mission im Weltraum zur Erde zurück

Drei Mitglieder der Expedition 57 der Internationalen Raumstation, darunter die NASA-Astronautin Serena Auñón-Kanzlerin, kehrten am Donnerstag zur Erde zurück und landeten sicher um 12:02 Uhr EST (11:02 Uhr Ortszeit) in Kasachstan.

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Auñón-Chancellor und ihre Crewmitglieder, Expedition 57 Kommandant Alexander Gerst von der ESA (Europäische Weltraumorganisation) und Sojus-Kommandant Sergey Prokopyev, starteten am 6. Juni und kamen zwei Tage später in der Raumstation an, um ihre Mission zu beginnen. In 197 Tagen umkreisten sie 3.152 Mal die Erde und legten 83,3 Millionen Meilen zurück.
In den letzten 16 Tagen ihrer Mission wurde Auñón-Chancellor von der NASA-Astronautin Anne McClain begleitet, das war erste Mal, dass die beiden einzigen US-Astronauten auf einer Mission Frauen waren.

Die Crew der Expedition 57 trug zu Hunderten von Experimenten in Biologie, Biotechnologie, Physik und Geowissenschaften an Bord des Weltklasse-Labors im Orbit bei. Höhepunkte waren Untersuchungen zu neuen Krebsbehandlungsmethoden und Algenwachstum im Weltraum. Die Crew installierte auch eine neue Life Sciences Glovebox, einen geschlossenen Arbeitsbereich für Life-Science- und Technologieuntersuchungen, der zwei Astronauten aufnehmen kann.

Dies war der erste Flug für Auñón-Chancellor und Prokopyev und der zweite für Gerst, der mit insgesamt 362 Tagen im Orbit nun den Flugdauerrekord unter den ESA-Astronauten hält.
Prokopyev absolvierte zwei Weltraumspaziergänge von insgesamt 15 Stunden und 31 Minuten. Während eines 7-stündigen, 45-minütigen Weltraumspaziergangs am 11. Dezember holten er und Oleg Kononenko von Roscosmos Patch-Proben und machten digitale Bilder von einer Reparatur am Wohnmodul der Sojus MS-09, in der das Trio Expedition 57 nach Hause fuhr. Die Raumstationsbesatzung lokalisierte und reparierte innerhalb weniger Stunden nach ihrer Entdeckung im August ein kleines Loch im Inneren der Sojus. Das Raumschiff wurde gründlich überprüft und als sicher für die Rückkehr zur Erde angesehen.

Als die Sojus um 20:40 Uhr am 19. Dezember abdockte, begann die Expedition 58 an Bord der Station, mit McClain, David Saint-Jacques von der kanadischen Raumfahrtbehörde und Kononenko mit einer dreiköpfigen Besatzung. Die nächsten Bewohner der Raumstation – Nick Hague und Christina Koch von der NASA und Alexey Ovchinin von Roscosmos – werden am 28. Februar vom Kosmodrom Baikonur in Kasachstan starten, um sich ihren Besatzungsmitgliedern anzuschließen, was den Beginn der Expedition 59 markiert.
Seit mehr als 18 Jahren leben und arbeiten Menschen kontinuierlich an Bord der Station, indem sie wissenschaftliche Erkenntnisse weiterentwickeln und neue Technologien demonstrieren, Forschungsdurchbrüche ermöglichen, die auf der Erde nicht möglich sind und die eine langfristige menschliche und robotische Erforschung des Weltraums ermöglichen. Weltweit haben mehr als 230 Menschen aus 18 Ländern das einzigartige Mikrogravitationslabor besucht, in dem mehr als 2.400 Forschungsuntersuchungen von Forschern aus mehr als 103 Ländern durchgeführt wurden.