Kategorie: Sonden & Satelliten

Space-X soll Bundeswehr-Satelliten ins All bringen

Space-X soll Bundeswehr-Satelliten ins All bringen

Die Bundeswehr möchte in den kommenden Jahren drei Spionage-Satelliten des Typs Sarah ins all Schiessen. Es hat für Diskussion gesorgt, dass die US Amerikanische Firma SpaceX die Satelliten starten soll, und nicht die europaeigene Ariane 6 Rakete verwendet wird. Der Hersteller der europäischen Ariane-Rakete klagt derweil über mangelnde Auslastung. Die Opposition hält es für Steuerverschwendung, wenn Satelliten von einer US-Firma transportiert werden. Die Bundesregierung will prüfen, ob dies zukünftig ausgeschlossen werden kann.

Ariane 6 Rakete in der ausführung 62 und 64
Ariane 6 Rakete | Von SkywalkerPLCC BY 3.0

Um die Sicherheit der Satelliten zu gewährleisten werden vermutlich Feldjäger die Satelliten bis zur Startrampe des US-Raketenherstellers Space-X in Florida oder Kalifornien begleiten. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der FDP-Fraktion hervor. Es wird nähnlich ein Sicherheitsrisiko vermutet wenn man die Satelliten aus den USA Startet. Zudem klagt der Hersteller der Ariane Rakete, die deutsch-französische Ariane Group, über zu wenige öffentliche Aufträge für die neue Ariane 6. Bisher haben die Mitgleidstaaten der ESA rund 3 Milliarden Euro in das Projekt gesteckt, um in Zukunft mit der deutlich billigeren Falcon 9 Rakete von SpaceX konkurieren zu können. Dass dies mit der veralteten Ariane 5 nicht geht, wird ausgerechnet von deutschen Institutionen wie der Bundeswehr oder dem Zentrum für Luft- und Raumfahrt DLR bewiesen, die aus Kostengründen lieber mit Space-X fliegen anstatt mit der steuerfinanzierten Ariane.

Der offene Markt in Europa erlaubt dies. Die FDP sieht darin eine Verschwendung von Steuergeld und will dies stoppen – notfalls auch mit sicherheitspolitischen Bedenken. Es wurden bedenken geäussert das Geheimdienste der USA die Satelliten untersuchen könnten und so das neue Radar-Aufklärungssystem ausspionieren oder gar sabotieren könnten. Das Bundeswirtschaftsministerium antwortet, dass eine solche Untersuchung durch „außereuropäische Experten“ vor dem Start „grundsätzlich nicht möglich“ sei. Schließlich würden die Satelliten im Ausland durch den Hersteller respektive „die Feldjäger der Bundeswehr“ bewacht, wie Wirtschaftsstaatssekretär Ulrich Nußbaum erläutert.

Die Hersteller der Satelliten, OHB und Airbus müssen als Transporteur den günstigsten Anbieter nehmen, obwohl beide über die jeweiligen Töchter Ariane Group und MT Aerospace auch die Ariane bauen. Dass die Bundesregierung einen Start der Spionagesatelliten von den USA aus nicht als Sicherheitsrisiko einstuft, ist übrigens wenig verwunderlich: Das Sarah-Vorgängersystem Sar-Lupe ist vor gut zehn Jahren von Russland aus ins All geschossen worden.

USA Schießt Geheimen Satelliten in den Weltraum

USA Schießt Geheimen Satelliten in den Weltraum

Mit erheblicher verspätung hat die USA am Samstag einen neuen Geheimsatelliten erfolgreich in den Weltraum geschossen. Die Delta IV-Heavy-Trägerrakete mit NROL-71 an der Spitze stieg um 20.10 Uhr deutscher Zeit von der Air Force Base in Vandenberg (Kalifornien) auf. Die Delta IV-Heavy ist eine Kombination aus drei Delta IV-Trägern.

Russisches Weltraumteleskop empfängt keine Kommandos von der Erde mehr

Russisches Weltraumteleskop empfängt keine Kommandos von der Erde mehr

By RIA Novosti archive, image #930415 / Oleg Urusov / CC-BY-SA 3.0, CC BY-SA 3.0, Wikimedia


Das russische Weltraumteleskop Spektr-R empfängt seit drei Tagen keine Komandos von der Erde mehr. Der Direktor des Astrokosmischen Zentrums FIAN Nikolai Kardaschow teilte jedoch mit, das dass Teleskop weiterhin Daten zur Erde Sende. Die Wissenschaftliche Produktionsvereinigung (NPO) Lawotschkin arbeite an der Beseitigung der Störung. Sollte es nicht gelingen,  den bilateralen Kontakt mit dem Teleskop wieder herzustellen,  das seine eigentliche Funktionsdauer schon überschritten habe,  müsse das Projekt Radioastron eingestellt werden,  hieß es weiter.

RadioAstron

RadioAstron, oder auch Spektr-R genannt, ist ein Weltraumteleskop für interferometrische Beobachtungen im Radiobereich. Der Start erfolgte am 18. Juli 2011. Die Vorhergesehene Betriebsdauer lag bei 5 Jahren. Aber wie bei solchen Geräten wurde es auch über die geplante Betriebsdauer weiter betrieben. Das RadioAstron Projekt ist international, mehr als 20 Länder beteiligen sich an dem Projekt. Geführt wird das Projekt von dem Moskauer Astrokosmischen Zentrums am Lebedew-Institut für Physik der russischen Akademie der Wissenschaften.

Chinas Mond-Rover rollt los

Chinas Mond-Rover rollt los

Der Mondrover Jadehase 2 der mit der Chang´e-4 Sonde auf der Rückseite des Mondes gelandet. Der Roboter rollte am Donnerstagabend los und berührte um 22:22 Uhr erstmal die Mondoberfläche. wie die chinesische Weltraumbehörde CNSA am Freitag auf ihrer Webseite mitteilte. Auf einer zur Erde gesendeten Aufnahme ist das Fahrzeug mit ausgeklappten Solarzellen zu sehen. Zuvor war es von einer Rampe gefahren und hinterließ mit seinen Reifen die ersten Spuren im lockeren Mondboden.  Der Mondrover soll die Mondrückseite geologisch Untersuchungen.

Von Haplochromis – Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0 Wikimedia Commons
Chinesische Sonde landet auf der Rückseite vom Mond

Chinesische Sonde landet auf der Rückseite vom Mond

Premiere im All: Die Chinesische Sonde Chang´e-4 ist als erste überhaupt auf der Rückseite des Mondes gelandet. Die Sonde startete am 7. Dezember von dem südwestchinesischen Weltraumbahnhof Xichang, und landete am 03.01.2019 auf dem Erdtrabanten. Damit landete zum erstenmal eine Sonde auf der Rückseite des Mondes. Um 4.40 Uhr wurden bereits die ersten Fotos von der Landestelle zur Erde gesendet.

Chang´e-4-Landeplatz
Das Bild zeit den Landeplatz der Sonde.

Chang´e-4 hat einen Rover an Board, der die Mondrückseite geologisch Untersuchungen soll. Der Lander, also der Teil der Sonde der auf dem Mond landet, wiegt 1.200kg während der kleinere Rover nur 140kg auf die Waage bringt. Weil keine direkte Kommunikation über Funkt zur Erde aufgebaut werden kann, wurde extra ein Satellit in den Mond Orbit geschossen. Dieser Satellit leitet die Signale vom Mond weiter zur Erde.

Von Haplochromis – Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0 Wikimedia Commons

Das chinesische Mondforschungsprogramm

Das Chinessche Mondforschungsprogramm wird in drei Phasen durchgeführt. Die erste Phase bestand im erreichen des Mondorbits, und wurde im Jahr 2007 durch die Sonde Chang’e 1, und 2010 durch Chang’e 2 abgeschlossen. Die zweite Phasen war das landen und absetzen eines Rovers auf dem Mond, diese Phase wurde jetzt mit Chang’e 3 abgeschlossen. In der dritten Phase sollen die zukünftigen Missionen Chang’e 5 und Chang’e 6 Mondproben von der erdzugewandten Seite zu sammeln und zur Erde zu schicken. Das Programm soll in den 2030er Jahren eine bemannte Mondlandung ermöglichen und voraussichtlich einen Außenposten in der Nähe des Südpols errichten.

Sonde „New Horizons“ passiert den rand des Sonnensystems

Sonde „New Horizons“ passiert den rand des Sonnensystems

Die Nasa Sonde „New Horizons“ hat nun wie geplant das Objekt 2014 MU69,  genannt Ultima Thule besucht. Um 6.33 Uhr mitteleuropäischer Zeit am 1. januar 2019 flog die Sonde daran vorbei und untersuchte das Objekt aus nur 3.500 Kilometern Entfernung mit ihren Messinstrumenten,  teilte das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Köln mit.

Die Sonde startete vor etwa 13 Jahren, um den Zwergplaneten Pluto zu untersuchen. Es ist das erste Mal,  dass ein Körper jenseits von Pluto Besuch bekommt und aus der Nähe erforscht wird. Während der relativ kurzen Vorbeiflugphase mit einer Geschwindigkeit von 14 Kilometern pro Sekunde haben sieben wissenschaftliche Experimente Fotos,  Spektren und physikalische Messwerte aufgezeichnet. Neben drei optischen Geräten befinden sich auch zwei Teilchen-  und Plasma-Messinstrumente,  ein Staubdetektor und das Radioexperiment REX an Bord.

Objekt 2014 MU69
Das erste Farbige Bild vom Objekt 2014 MU69.

Anhand von Radiowellen die Wärmestrahlung soll die Masse von „Ultima Thule“ bestimmt werden. Es ist das einzige Instrument, an dem deutsche Planetenforscher beteiligt sind. Die Daten sollen hinweise darauf geben wie der Körper im Innern aufgebaut ist und wie er vor gut viereinhalb Milliarden Jahren am Rande des solaren Urnebels entstand.

Die 6.477 Mio. Kilometer lange Reise

Die 6,477 Millionen Kilometer lange reise begann am 19. Januar 2006 als die Sonde im Rahmen des New-Frontiers-Programm startete. Am 14. Julie 2015 erreichte die Sonde als erste überhaupt den Zwergplaneten Pluto. Nachdem die Primärmission Pluto abgeschlossen war machte die Sonde sich auf dem Weg zu Objekt 2014 MU69 .

New Horizons in der Montagehalle
New Horizons in der Montagehalle.

Am 31.12.2021 Wird auch die Sekundärmission abgeschlossen sein. Danach wird die Sonde weiter fliegen und ca. 2035 den Terminationsschock Passieren. Der Terminationsschock ist das Ende der Heliosphäre, also der Athmospähre der Sonne. Sie bezeichnet im Weltraum einen weiträumigen Bereich um die Sonne, in dem der Sonnenwind mit seinen mitgeführten Magnetfeldern wirksam ist. In diesem Bereich verdrängt der Teilchenstrom der Sonne das interstellare Medium. Die Umlaufbahnen der Planeten liegen weit innerhalb der Heliosphäre.

 

China startet erfolgreich Telekommunikationstechnologie-Testsatelliten

China startet erfolgreich Telekommunikationstechnologie-Testsatelliten

Am 25. Dezember 2018 startete eine Langer Marsch-3C Trägerrakete vom Weltraumbahnhof Xichang in der südwestlichen Provinz Sichuan und beförderte erfolgreich einen Telekommunikationstechnologie-Testsatelliten in den Orbit. Mit der gleichen Rakete wurde eine Kapsel mit der DNA einer seltenen südchinesischen Tigerart in den Weltraum geschickt. Wie der China Daily berichtet, soll damit der Bestand dieses Tigers gesichert werden,  der bedroht ist.

Langer Marsch-3C Trägerrakete beim start vom Weltraumbahnhof Xichang

DNA im All

Es ist nicht unüblich ,das Raumfahrtagenturen DNA Proben, ob jetzt chemisch oder elektronisch in den Weltraum schießen. Man möchte so ein Backup für verschiedene Tier oder Pflanzen haben, um diese gegebenenfalls neu zu züchten. Auch wenn meist nicht geklärt ist wie eine solche Kapsel wieder zurück zur Erde geholt werden soll.

Eu:CROPIS – Satellit mit Gewächshaus ins All gestartet

Eu:CROPIS – Satellit mit Gewächshaus ins All gestartet

Ein Gewächshaus-Satellit des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR), mit dem der Anbau von Tomaten und anderem Gemüse auf dem Mond oder Mars getestet werden soll, ist erfolgreich ins All gestartet. Das Schwebende Gewächshaus ist am vergangenen Montag im Frachtraum einer Falcon 9 Rakete von der Vandenberg Air Force Base in den USA gestartet. Die Falcon 9 Raketen gehören zu dem erfolgreichsten Privaten Raumfahrtunternehmen SpaceX. Der Satellit wurde in eine erdnahe Umlaufbahn (LEO) in 600 Kilometer Höhe gebracht.

Schwebendes Gewächshaus startet ins all
Der Start der Rakete wurde aus dem Kontrollzentrum des DLR mitverfolgt.

Zwergtomaten im All

Eu:CROPIS steht für „Euglena and Combined Regenerative Organic-Food Production in Space” An Board des Schwebenden Gewächshauses befinden sich zwei biologische Lebenserhaltungssysteme mit Biofilter, Zwergtomatensamen, einzelligen Algen und synthetischem Urin. Die Tomaten sollen im All Keimen, Wachsen und schlussendlich auch reifen. Das Experiment soll Rückschlüsse über das wachsverhalten von Pflanzen geben. Längerfristiges Zeil ist es, Astronauten auf der ISS oder auf Mond– oder Mars Stationen mit Frischen Obst und Gemüse versorgen zu können. 16 Kameras sollen rund um die Uhr aufzeichnen, wie sich die Pflanzen entwickeln.

Schwebendes Gewächshaus wird verpackt.
Der etwa 1 Kubikmeter große Satellit wird für den Flug in den Orbit vorbereitet.

Künstliche Gravitation im All

Um die Verschiedenen Schwerkräfte des Mondes und des Marses zu Simulieren wird sich der Satellit mit 20 Umdrehungen pro Minute für den Mond, und 32 Umdrehungen pro Minute für die Simulation der Schwerkraft auf dem Mars drehen. Ebenfalls an Bord sind einzellige Augentierchen Euglena gracilis, auch Grünalgen genannt. Sie können Sauerstoff produzieren, was vor allem am Anfang des Experiments wichtig sei, wenn die Tomaten erst keimen und noch keinen Sauerstoff über die Photosynthese produzieren, wie das DLR erläutert. Ausserdem können diese Augentierchen das System Entgiften und vor zu hohen Ammoniakkonzentrationen schützen, die auftreten wenn der Biofilter nicht richtig funktioniert.

 

Quelle: DLR

Sonde Osiris-Rex trifft beim Asteroiden Bennu ein

Sonde Osiris-Rex trifft beim Asteroiden Bennu ein

Nachdem bereits die beiden Asteroiden Itokawa und Ryugu von Sonden der japanischen Raumfahrtagentur JAXA angesteuert wurden, nähert sich nun der erste US-Tourist seinem Ziel: Die NASA-Sonde Osiris-Rex steht kurz vor der Ankunft beim Asteroiden Bennu. Und auch sie ist auf ein Souvenir aus. Der nur grob sphärisch geformte Asteroid (101955) Bennu, benannt nach einer altägyptischen Totengottheit, hat einen mittleren Durchmesser von 492 Metern.

bennu_rotation_20181104
Credit: NASA

Die Mission

Der Osiris-Rex („Origins, Spectral Interpretation, Resource Identification, Security-Regolith Explorer“) soll ähnlich wie die Sonden der Japanischen Raumfahrtbehörde Jaxa einen Teil des Asteroiden zurück zur Erde bringen. Diese Proben sollen dann 2023 auf der Erde landen. Benu ist besonders interessant da er im Jahr 2135 innerhalb des Mondorbits an der Erde vorbeifliegen soll. Wird er durch die dabei auf ihn einwirkenden Gravitationskräfte abgelenkt, könnte daraus das Risiko entspringen, dass er seine bislang harmlose Bahn so verändert, dass er bei einer späteren Annäherung mit der Erde kollidiert. Nach aktuellen Berechnungen beträgt dieses Risiko nicht einmal ein Promille.

Am 3. Dezember soll die ca. 6 Meterlange und 2.100 Kilogramm schwere Sonde am Astroiden eintreffen und für 500 Tage verweilen.

OSIRIS-REx Launch
Bildnachweis: (NASA / Joel Kowsky)

Zu dem Thema gibt es noch ein Video auf Englisch.

InSight: Erste Bilder vom Mars sind da

InSight: Erste Bilder vom Mars sind da

Nach dem die Mars Sonde InSight am gestrigen Montag sicher auf dem Mars gelandet ist, hat sie jetzt schon die ersten Bilder zur Erde gesandt.

Insight Mars landing

„Was ein wunderbarer Tag für die Nasa“, sagte der Chef der US-Raumfahrtbehörde, Jim Bridenstine, der im Kontrollzentrum dabei war. „Es war so intensiv, man konnte die Emotionen fühlen.“ Nur Sekunden nach der Landung habe ihm US-Vizepräsident Mike Pence per Telefon gratuliert. Ob InSight voll funktionsfähig ist, wird in den komenden Wochen festgestellt werden.

Der 360 Kilogramm schwere Roboter kann nicht rollen, sondern bleibt an einem Ort. Der Landeplatz liegt in einer Region, die weitgehend eben und frei von größeren Steinen und Felsen ist. Bisherige Mars-Missionen haben das Gebiet noch nicht vom Boden aus erkundet.

Mehr Informationen zur InSight Mission