Kategorie: Zukunft

anti-russische Lobby verhindert Besuch des Roskosmos Chef Dmitri Rogosin

anti-russische Lobby verhindert Besuch des Roskosmos Chef Dmitri Rogosin

Dmitri Rogosin, der Chef der russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos, darf die USA nicht besuchen. Nasa-Chef Jim Bridenstine, der Rogosin im Oktober zu einem Vortrag an der Rice-Universität in Texas eingeladen hatte, schickte ihm eine Absage. Mehrere US-Senatoren hatten diese Absage gefordert, weil Rogosin den Sanktionen unterliegt, die die USA, Europa und andere Staaten gegen russische Politiker verhängt haben, die in die Annektion der Krim Anfang 2014 verwickelt waren. Rogosin war seinerzeit stellvertretender Ministerpräsident und für die Militär- und Raumfahrtindustrie zuständig. Der NASA Chef Jim Bridenstine und Dmitri Rogosin haben sich erstmals am 11. Oktober zum Start einer neuen Besatzung für die Internationale Raumfahrtstation getroffen – der start endete mit dem Absturz der Rakete und der Notlandung des Raumschiffes Sojus MS-10. Bei eben diesem Treffen hat der NASA Chef den Roskosmos Chef zu diesem Vortrag eingeladen, dafür hatte das US-Finanzministerium das Einreiseverbot aufgehoben.

Eigentlich war die ISS, und damit die Raumfahrt an sich immer ein Zeichen für eine Internationale Zusammenarbeit, selbst unter Ländern, unter denen es Spannungen gibt. Jetzt wird aber auch diese Zusammenarbeit in der Forschung durch die Sanktionen gestört.

 

Sonde „New Horizons“ passiert den rand des Sonnensystems

Sonde „New Horizons“ passiert den rand des Sonnensystems

Die Nasa Sonde „New Horizons“ hat nun wie geplant das Objekt 2014 MU69,  genannt Ultima Thule besucht. Um 6.33 Uhr mitteleuropäischer Zeit am 1. januar 2019 flog die Sonde daran vorbei und untersuchte das Objekt aus nur 3.500 Kilometern Entfernung mit ihren Messinstrumenten,  teilte das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Köln mit.

Die Sonde startete vor etwa 13 Jahren, um den Zwergplaneten Pluto zu untersuchen. Es ist das erste Mal,  dass ein Körper jenseits von Pluto Besuch bekommt und aus der Nähe erforscht wird. Während der relativ kurzen Vorbeiflugphase mit einer Geschwindigkeit von 14 Kilometern pro Sekunde haben sieben wissenschaftliche Experimente Fotos,  Spektren und physikalische Messwerte aufgezeichnet. Neben drei optischen Geräten befinden sich auch zwei Teilchen-  und Plasma-Messinstrumente,  ein Staubdetektor und das Radioexperiment REX an Bord.

Objekt 2014 MU69
Das erste Farbige Bild vom Objekt 2014 MU69.

Anhand von Radiowellen die Wärmestrahlung soll die Masse von „Ultima Thule“ bestimmt werden. Es ist das einzige Instrument, an dem deutsche Planetenforscher beteiligt sind. Die Daten sollen hinweise darauf geben wie der Körper im Innern aufgebaut ist und wie er vor gut viereinhalb Milliarden Jahren am Rande des solaren Urnebels entstand.

Die 6.477 Mio. Kilometer lange Reise

Die 6,477 Millionen Kilometer lange reise begann am 19. Januar 2006 als die Sonde im Rahmen des New-Frontiers-Programm startete. Am 14. Julie 2015 erreichte die Sonde als erste überhaupt den Zwergplaneten Pluto. Nachdem die Primärmission Pluto abgeschlossen war machte die Sonde sich auf dem Weg zu Objekt 2014 MU69 .

New Horizons in der Montagehalle
New Horizons in der Montagehalle.

Am 31.12.2021 Wird auch die Sekundärmission abgeschlossen sein. Danach wird die Sonde weiter fliegen und ca. 2035 den Terminationsschock Passieren. Der Terminationsschock ist das Ende der Heliosphäre, also der Athmospähre der Sonne. Sie bezeichnet im Weltraum einen weiträumigen Bereich um die Sonne, in dem der Sonnenwind mit seinen mitgeführten Magnetfeldern wirksam ist. In diesem Bereich verdrängt der Teilchenstrom der Sonne das interstellare Medium. Die Umlaufbahnen der Planeten liegen weit innerhalb der Heliosphäre.

 

Mars – Serie vereint Fakten und fiktion

Mars – Serie vereint Fakten und fiktion

Die Serie spielt im Jahr 2033 und begleitet die erste bemannte Expedition zum Mars. Die dramatische Science-Fiction Story wird heutiger dem heutigen stand der Technik gegenüber gestellt. Das Ziel der Expedition: Eine unabhängige Kolonie auf dem Mars, das Problem: es läuft nicht alles ganz so wie es soll. In den Rückblenden kommen verschiedene Persönlichkeiten von vielen Institutionen zu Wort darunter auch des Öfteren der SpaceX Chef Elon Musk.

Nachdem die ersten Menschen, die Besatzung der Daedalus eine spektakuläre Landung hinlegen merken sie das die zu weit vom Basis Lager gelandet sind. Jetzt müssen sie einen geeigneten Platz finden um mit dem Aufbau der Kolonie zu beginnen. Es kommen immer mehr Menschen, mit den Menschen aber auch mehr Probleme. Zum einem psychisch und praktisch. Die durchaus ambitionierten Ausbaupläne können nicht eingehalten werden, zudem bereitet eine Monatelanger Sandsturm Probleme.

Die Serie verbindet Fakten mit Fiktion, die Rückblenden reichen bis zum Anbeginn der Raumfahrt zurück, für alle interessierte ein absolutes muss.

Zurzeit ist die Serie bei Netflix, Amazon Prime, oder als DVD / Blueray verfügbar.

Eu:CROPIS – Satellit mit Gewächshaus ins All gestartet

Eu:CROPIS – Satellit mit Gewächshaus ins All gestartet

Ein Gewächshaus-Satellit des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR), mit dem der Anbau von Tomaten und anderem Gemüse auf dem Mond oder Mars getestet werden soll, ist erfolgreich ins All gestartet. Das Schwebende Gewächshaus ist am vergangenen Montag im Frachtraum einer Falcon 9 Rakete von der Vandenberg Air Force Base in den USA gestartet. Die Falcon 9 Raketen gehören zu dem erfolgreichsten Privaten Raumfahrtunternehmen SpaceX. Der Satellit wurde in eine erdnahe Umlaufbahn (LEO) in 600 Kilometer Höhe gebracht.

Schwebendes Gewächshaus startet ins all
Der Start der Rakete wurde aus dem Kontrollzentrum des DLR mitverfolgt.

Zwergtomaten im All

Eu:CROPIS steht für „Euglena and Combined Regenerative Organic-Food Production in Space” An Board des Schwebenden Gewächshauses befinden sich zwei biologische Lebenserhaltungssysteme mit Biofilter, Zwergtomatensamen, einzelligen Algen und synthetischem Urin. Die Tomaten sollen im All Keimen, Wachsen und schlussendlich auch reifen. Das Experiment soll Rückschlüsse über das wachsverhalten von Pflanzen geben. Längerfristiges Zeil ist es, Astronauten auf der ISS oder auf Mond– oder Mars Stationen mit Frischen Obst und Gemüse versorgen zu können. 16 Kameras sollen rund um die Uhr aufzeichnen, wie sich die Pflanzen entwickeln.

Schwebendes Gewächshaus wird verpackt.
Der etwa 1 Kubikmeter große Satellit wird für den Flug in den Orbit vorbereitet.

Künstliche Gravitation im All

Um die Verschiedenen Schwerkräfte des Mondes und des Marses zu Simulieren wird sich der Satellit mit 20 Umdrehungen pro Minute für den Mond, und 32 Umdrehungen pro Minute für die Simulation der Schwerkraft auf dem Mars drehen. Ebenfalls an Bord sind einzellige Augentierchen Euglena gracilis, auch Grünalgen genannt. Sie können Sauerstoff produzieren, was vor allem am Anfang des Experiments wichtig sei, wenn die Tomaten erst keimen und noch keinen Sauerstoff über die Photosynthese produzieren, wie das DLR erläutert. Ausserdem können diese Augentierchen das System Entgiften und vor zu hohen Ammoniakkonzentrationen schützen, die auftreten wenn der Biofilter nicht richtig funktioniert.

 

Quelle: DLR

Russland plant unbemannte Mondstation

Russland plant unbemannte Mondstation

NASA/Dennis M. Davidson [Public domain], via Wikimedia Commons


Russland plant eine langlebige Forschungsbasis auf dem Mond. Die Mondbasis werde unbemannt sein,  aber besucht werden können,  teilte der Chef des Staatskonzerns GK Roskosmos, Dmitri Rogosin,  mit. Von dieser Basis soll der Planet von Robotern erforscht werden. Unter anderem soll dabei untersucht werden, ob sich Mondgestein als Grundlage für den 3D-Druck eignet, und ob  Helium-3 zu als Grundlage für Raketentreibstoff genutzt werden kann.

Nach rund 46 Jahren nach der Letzten Mondlandung der Apollo Missionen, rückt der Mond wieder ins Interesse der Raumfahrtbehörden und auch einiger privater Firmen wie z.b. SpaceX. Der erste Kunde von SpaceX wird mit einer Gruppe Künstlern den Mond umrunden, und das voraussichtlich mit der BFR ( Big Falcon Rocked). In Zukunft soll der Mond als Raststätte für Flüge zum Mars und zu anderen Planeten dienen. insgesamt ist das Interesse am Mond in letzter Zeit enorm gestiegen..

SpaceX`s Mondbasis

In den Medien trat Musk immer mit der Vision einer Autarken Kolonie auf dem Mars auf, aber jetzt scheint auch der deutlich kleinere Mond das Interesse geweckt zu haben. In einigen Rendern zeigte Musk bereits wie eine Mondbasis aussehen könnte, auch hier würde sie als eine art Raststätte fungieren. Auf dieser Mondbasis würden die BFR Raketen betankt werden und so auf einer weitere reise vorbereitet werden. Der Mond ist für Musk und SpaceX aber nur ein Sprungbrett zum Mars.

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So könnte eine Mond-Raststädte ausehen.

„Ich habe nichts dagegen, auf den Mond zu fliegen“

Musk machte immer wieder deutlich das. dass eigentliche Ziel der Mars, und nicht der Mond sei. Doch in einem Dokument zu seinen Kolonialisierungplänen erklärte Musk: „Wir können möglicherweise zu unserem Mond fliegen, ich habe eigentlich nichts dagegen, auf den Mond zu fliegen.“ Eine Mond-Besiedelung sei Musk zufolge jedoch schwerer zu bewerkstelligen, da dieser im Vergleich zum Mars kleiner ist.

Vom Mond zum Mars

Die Pläne für die Besiedlung des Marses stehen also immer noch. Auch zu einer möglich Marsbasis zeigte Musk schon Render-Bilder und Animationen.

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Diese Marsbasis würde von SpaceX`s derzeit in Entwicklung befindlichen „Big Falcon Rocked“ angesteuert werden, und laut Musk 100 Personen pro Flug zum Mars bringen können. Danach sollen die Raketen zurück zur Erde Fliegen und erneut Menschen zum Mars fliegen. So soll mit der Zeit eine riesige und möglichst Autarke Marsbasis heranwachsen. Wie sich so eine Marsbasis entwickeln könnte ist unten im Video zu sehen.

Wer sich mehr mit dem Visionär und SpaceX Gründer Elon Musk beschäftigen möchte kann sich einmal seine Biografie ansehen.

 

 

 

 

 

 

Quelle: gerhardkowalski.com

Weltraumlift: Könnte der Traum wahr werden?

Weltraumlift: Könnte der Traum wahr werden?

Die Idee eines Weltraumliftes, also eines Aufzuges der bis ins Weltall reicht gibt es schon lange. In der Vergangenheit scheiterten solche Projekte immer an der Stabilität der möglichen Materialien. Jedes bis vor kurzem bekannt Material wäre, durch das Eigengewichts des rund 100.000 Kilometer lagen Seils gerissen. Eine Neuentwickelte Kohlenstofffaser kann jedoch deutlich mehr halten, als alle bekannten anderen Stoffe. In Zahlen: Eine 1,6 Gramm schwere Faser könnte bis zu 800 Tonnen (!) Tragen.

Der Neue Werkstoff

Die Forscher an der Pekinger Tsinghua-Universität entwickelten den Werkstoff der aus Kohlenstoff-Nanoröhrchen besteht. Diese werden zu Bündeln zusammengefasst, und dann zu Fasern verarbeitet. Die Herstellung ist extrem Komplex und noch nicht völlig fehlerfrei möglich. Wenn so ein Seil jedoch Fehlerfrei produziert werden kann, wird es bis zu 45 Mal mehr aushalten als alle bis jetzt bekannten Stoffe.

Einsatz am Weltraumlift

Bei dem Weltraumlift würde eine Station im Orbit um die Erde kreisen. Diese Station würde so schnell rotieren das sie von der Erde aus gesehen immer am gleichen Platz wäre. An einem Seil würden entsprechende Aufzugkabiene hinauf- und herunter fahren. Diese Möglichkeit würde die, im Vergleich extrem ineffizienten, Raketen ersetzen.

 

 

 

 

 

Via: Nature